09.01.2017STEAG übernimmt erste von zwei Abfallverbrennungsanlagen von Vattenfall

Vertrags-‚Closing‘ für T.A. Lauta vollzogen // Mitarbeiter werden übernommen


Essen. Mit dem heute in Berlin vollzogenen ‚Closing‘ übernimmt STEAG wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2016 vom Energieversorger Vattenfall alle Geschäftsanteile an der Thermischen Abfallbehandlung Lauta (T.A. Lauta) in Sachsen. Bisher hielt die STEAG bereits 25,1% an der Anlage in Lauta. Alle Mitarbeiter werden in den STEAG Konzern übernommen. Das Closing für die zweite Anlage, die von Vattenfall auf STEAG übergehen wird - das Industriekraftwerk Rüdersdorf -, ist für das zweite Quartal 2017 terminiert. Über die Kaufsumme haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Für STEAG ist die thermische Verwertung von Abfällen und Sonderbrennstoffen bereits ein vertrautes Geschäftsfeld. An der T.A. Lauta hält STEAG bereits 25,1 Prozent der Anteile seit der Inbetriebnahme 2004 und betreibt das Raffineriekraftwerk Leuna, das aus Produktionsrückständen der Raffinerie Strom und Wärme erzeugt. „STEAG ist Spezialist in der Erzeugung von Strom und Wärme auf Basis anspruchsvoller Brennstoffe und Technologien. Wir haben eine jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb von Kraftwerken, in der Optimierung und in der Entsorgung von Kraftwerksreststoffen“, erläutert Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH. „Mit dem Erwerb dieser Anlagen gelingt es uns einerseits unser Portfolio durch zusätzliche grundlastfähige Erzeugungskapazitäten zu ergänzen. Damit erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Strom- und Wärmeproduktion in unserem Portfolio. Andererseits weiten wir durch den strategischen Markteintritt unsere Geschäftsaktivitäten im Waste to Energy Markt aus.“

Alle Aktivitäten rund um den Müllverbrennungsmarkt werden künftig in einem neuen Tochterunternehmen, der STEAG Waste to Energy GmbH, gebündelt. Geschäftsführer der STEAG Waste to Energy GmbH sind Dr. Christian Hower-Knobloch und Susanne Pietsch.

Technische Details:

T.A. Lauta

  • Elektrische Leistung: 20 MWel
  • Thermische Leistung: 87 MWth
  • Müllmenge: 225 kt/a
  • Brennstoff: Siedlungsabfall

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