Historie

In 80 Jahren zum internationalen Energiekonzern

1937 wurde die Steinkohle-Elektrizität AG (STEAG) gegründet. Damals startete sie mit zwei strategisch wichtige Industriekraftwerke.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich der ursprünglich kleine und regionale Kraftwerkbetreiber zum modernen und weltweit tätigen Energiekonzern. Heute betreibt STEAG verschiedene Großkraftwerke im Inland und im Ausland sowie über 200 dezentrale Energieanlagen. Ihre Ausrichtung auf zukunftsfähige und nachhaltige Energieerzeugung spiegelt sich in den dezentralen Anlagen wider.

 

1937

Die Steinkohlen-Elektrizität AG (STEAG) wird in Lünen gegründet. Initiatoren der Gemeinschaftsgründung des Ruhrbergbaus sind das Rheinisch-Westfälische Kohlen Syndikat (RWKS), die Gutehoffnungshütte, die Gelsenkirchener Bergwerks AG, die Harpener Bergbau AG und die Essener Steinkohlebergwerke AG.

1940

Die neugegründete Gesellschaft verfolgt zwei Ziele: Zum einen wird die Stromerzeugung der Gründungsgesellschaften zusammengelegt und zum anderen sollen zwei rüstungsmotivierte Großprojekte mit Energie versorgt werden. Zu diesem Zweck baut die STEAG zwei Kraftwerke, die 1940 den Betrieb aufnehmen. Das Kraftwerk in Lünen versorgt mit einer Leistung von 180 MW das Lippe-Werk. Die eingesetzte Hochdruck-Technik bedeutet neue Dimensionen für das Ruhrgebiet. Das Kraftwerk in Marl, ebenfalls mit einer Leistung von 180 MW, liefert Energie für die Chemische Hütte Werke Hüls GmbH.

1960er

Die sechziger Jahren stehen im Zeichen des Kraftwerksausbaus sowie der Aufnahme neuer Aktivitäten. Um den Absatz zu verbessern und eigene Kostenprobleme zu lösen, errichtet die STEAG Gemeinschaftskraftwerke mit anderen Unternehmen und kooperiert mit Stromerzeugern wie RWE. Dies führt zu neuen Dimensionen im Kraftwerksneubau auf Steinkohlebasis. Es entstehen verschiedene neue Kraftwerke in Herne (drei Blöcke in den Jahren 1962, 1963, 1966) und das Gemeinschaftskraftwerk Ost in Lünen (1966). Ab 1967 ist die STEAG auch am Niederrhein aktiv und baut das Gemeinschaftskraftwerk West, das 1971 ans Netz geht.

Außerdem beginnen die Fernwärmeaktivitäten des Unternehmens. Über die Tochtergesellschaft STEAG Fernwärme GmbH entstehen Anlagen in Essen, Duisburg, Bochum und Bottrop.  
1969 erwirbt die neugegründete Ruhrkohle AG (RAG) die Mehrheit der STEAG-Aktien. Dadurch wird die STEAG beherrschender Anteilseigner der Gemeinschaftskraftwerke. Außerdem gehen zahlreiche zu den Zechen gehörende Kraftwerke in ihren Besitz über.

1974

Installation der ersten Rauchgasentschwefelungsanlage nach dem Kalkwaschverfahren in Lünen. 

1980er

In den achtziger Jahren werden kleinere Kraftwerke stillgelegt, während in größere investiert wird. Alle Großkraftwerke werden im Sinne der Emissionssenkung modernisiert. Ihre Leistung wird gleichzeitig gesteigert. Zudem werden die Anteile bei Gemeinschaftskraftwerken weiter erhöht.  Durch die Übernahme der Oberbauleitung eines Braunkohlekraftwerkes in der Türkei 1983 profiliert sich die STEAG erstmals als internationaler Kraftwerksbetreiber und Anlagenbauer.

1990er

In den Neunzigern wächst die STEAG endgültig über das Revier hinaus. 1996 geht das Kraftwerk in Leuna (Sachsen-Anhalt) in Betrieb. Zwei Jahre später, 1998, folgt ein weiteres Kraftwerk in Kolumbien. Außerdem gewinnt der Bereich erneuerbare Energien an Bedeutung. 1994 entsteht die erste Geothermieanlage zur Fernwärmeversorgung in Erding bei München. Die Nutzung von Grubengas wird international vorangetrieben und auch die Strom- und Wärmegewinnung aus Grubengas beginnt. Erste Anlagen werden zu Beginn des neuen Jahrtausends gebaut.

2004

Bereits Ende der Neunziger engagiert sich die STEAG mit Kraftwerksbeteiligungen im Saarland. 2004 wird die STEAG Saar Energie offiziell gegründet.
2000 beginnt der Bau eines Großkraftwerkes im Südosten der Türkei. Es beginnt mit einer Leistung von 1.320 MW Anfang 2004 Strom zu erzeugen. 

2006

Auf den Philippinen geht ein weiteres ausländisches Kraftwerk ans Netz.

2014

Die KSBG kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co.KG, ein Zusammenschluss von sieben kommunalen Unternehmen aus dem Ruhrgebiet, wird alleiniger Gesellschafter der STEAG GmbH.

 
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