Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung

Wie können wir die erneuerbaren Energie weiter vorantreiben?

Was macht Prozesse und Verfahren noch effizienter? Und wie können wir unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verbessern? STEAG forscht an vielen verschiedenen Projekten. Oberstes Ziel ist stets, eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung zu schaffen und zu optimieren. Die Erarbeitung von zukunftsfähigen und nachhaltigen Versorgungskonzepten ist Herzstück unserer Arbeit. Außerdem entwickeln wir Prozesse und Verfahren zur Energieversorgung mit fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien weiter. Dazu zählt die Optimierung von Kraftwerksprozessen ebenso wie die Weiterentwicklung von Biomassenutzung sowie Wind-und Solarenergie. Wir treiben die Marktreife von Energiespeichern voran und forschen an der 700 Grad-Technologie und CO2-Abscheidung. Selbstverständlich optimieren wir auch fortwährend unsere Produkte wie beispielsweise das Kraftwerksnebenprodukt Flugasche hinsichtlich ihrer Qualität und Anwendungsbereiche.

Entwickeln, erproben und perfektionieren – durch unsere Forschung optimieren wir nicht nur bestehende Produkte und Prozesse. Wir arbeiten auch fortwährend an neuen, innovativen Verfahren und sorgen so dafür, dass die Energieversorgung in Zukunft noch sicherer, umweltfreundlicher und effizienter wird.

 

Kraftwerksprozesse
 

Wir entwickeln und optimieren kontinuierlich Kraftwerksprozesse und die dazugehörigen Verfahren. So steigern wir die Dynamik des Kraftwerks, verbessern die Teillastfahrweise unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten und senken den Minimallastpunkt. Zu unseren Entwicklungen gehören auch IT-Werkzeuge, die Fehler im Kraftwerksbetrieb frühzeitig erkennen und die Instandhaltung der Anlagen erleichtern. Die von uns entwickelten Monitoringsysteme erhöhen die Transparenz des Kraftwerksprozesses für Bediener und Management.


Biomassenutzung
 

Wir entwickeln alleine, mit Partnern oder in Forschungsprojekten mit Hochschulen unsere Verfahren weiter und optimieren damit die Biomassenutzung: u. a. verbessern wir den Prozess der Gasaufbereitung, um Biogas und weitere methanstämmige Gase in Erdgasqualität kostenoptimal bereitzustellen. Damit könnten wir Biogas auch in das Erdgasnetz einspeisen. Wir entwickeln zudem den Organic Rankine Cycle (ORC)-Prozess weiter. Dabei geht es vor allem darum, das Einsatzspektrum des ORC-Verfahrens zu erweitern sowie den Wirkungsgrad zu erhöhen.


Wind- und Solarenergie
 

Wir treiben kontinuierlich den Ausbau der erneuerbaren Energien voran. So entwickeln wir Verfahren für konventionelle Kraftwerke, um die Wechselwirkung mit der volatilen Wind- und Solarenergie zu verbessern. Zum Beispiel untersuchen wir Steigerungsmöglichkeiten der Dynamik der konventionellen Kraftwerke, um diese für eine noch flexiblere Fahrweise auszurichten. Desweiteren erforschen wir auch „hybride Prozesse“, bei denen solarthermische Kraftwerke mit Biomasse-, Gas- oder Kohlekraftwerken kombiniert werden.

 



 

Speicher
 

In Gemeinschaftsvorhaben entwickeln wir Speichertechniken weiter. Unter anderem testen wir den Einsatz von Batteriespeichern. In einem Pilotprojekt errichten wir gemeinsam mit Partnern am STEAG-Kraftwerksstandort Fenne in Völklingen (Saarland) ein Lithium-Ionen-Stromspeicher mit einer Ein- und Ausspeicherleistung von 1 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von etwa 700 Kilowattstunden. Das Projekt wird im Rahmen der Forschungsinitiative LIB 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Darüber hinaus untersucht STEAG auch andere Speicheralternativen.


Flugasche
 

Um die Qualität unserer Flugasche weiter zu steigern, erproben wir Maßnahmen, die die Kohleausmahlung und den Ausbrand in Abhängigkeit von Kohlequalität und Last im Kraftwerk optimieren. Zudem erforschen wir weitere Anwendungsgebiete für die Flugasche und versuchen den Anteil der Flugasche im Beton zu steigern. Jede Tonne Flugasche, die als Betonzusatzstoff oder als Bindemittel eingesetzt wird, ersetzt eine Tonne Klinker. Das spart fast eine Tonne CO2-Emissionen.


700°C-Technologie und CO2-Abscheidung
 

In einem Forschungsvorhaben gemeinsam mit Partnern treiben wir die Werkstoffentwicklung voran und untersuchen die Machbarkeit hocheffizienter konventioneller Kraftwerke. Mit der so genannten 700°C-Technologie sollen Wirkungsgrade um rund 50 Prozent erreicht werden. Im STEAG-Kraftwerk am Standort Herne untersuchen wir zudem gemeinsam mit der Evonik Industries AG die CO2-Abscheidung. So werden neue CO2-Absorptionsmittel untersucht, um einen Teil des CO2 aus Abgasen der Chemie, Biotechnologie oder auch Kraftwerken abzutrennen. Das CO2 kann teilweise wieder als Rohstoff z. B. für Chemieprodukte eingesetzt werden.

 



 
 
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