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  • HydrOxy Hub Walsum

    STEAG liefert grünen Wasserstoff für grünen Stahl aus Duisburg

    Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Walsum entsteht bis 2026 eine Wasserelektrolyse mit einer Leistung von bis zu 520 Megawatt (MW).

    Der hier künftig erzeugte Wasserstoff ist grün. Das heißt, dass er mittels erneuerbarer Energien erzeugt wurde und daher klimaneutrale ist. Anschließend wird er an das kaum mehr als zwei Kilometer Luftlinie entfernt liegende Stahlwerk von thyssenkrupp geliefert. Dort hilft der grüne Wasserstoff mit, die Stahlproduktion an Europas größtem Stahlstandort zu dekarbonisieren, d.h., durch Verzicht auf CO2-intensiven Koks klimaneutral zu machen. Dazu wird thyssenkrupp Steel bis Mitte 2026 eine erste sogenannte Direktreduktionsanlage in Duisburg errichten, die dann mit Wasserstoff von STEAG betrieben werden kann. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung zur Wasserstoffbelieferung haben die beiden Unternehmen Anfang 2022 unterzeichnet.

    Das Projekt umfasst neben der Elektrolyseanlage selbst auch den Bau zweier neuer Pipelines für den Transport von Wasser- und Sauerstoff von Walsum zum Stahlwerk im Duisburger Stadtteil Bruckhausen. Die große Nähe von Wasserstofferzeugung und -abnahme ist dabei ein besonderer Vorteil für STEAG wie auch für thyssenkrupp, denn das Projekt ist nicht auf die Errichtung eines Transportleitungsnetzes angewiesen, um realisiert werden zu können.

    Hinzu kommt: Das Kraftwerksgelände von STEAG im Duisburg-Walsum ist in Sachen Energieinfrastruktur bestmöglich ausgestattet – vom Anschluss an das Hochspannungsnetz über ein Großbatteriespeichersystem zur Unterstützung der Netzstabilität bis hin zu einer Anbindung an das bestehende Erdgastransportnetz, das in der Zukunft auch für den Wasserstofftransport umgenutzt werden könnte.

    Auf dem Weg zur Realisierung des Projekts sind wichtige Schritte bereits erfolgt: Der erfolgreichen Machbarkeitsstudie folgte jüngst die Einreichung eines Förderantrags beim „InnoFund“ der Europäischen Union. Parallel haben erste Gespräche mit potenziellen Mitinvestoren begonnen. Das in dieser Dimension bisher einzigartige Wasserstoff-Leuchtturmprojekt hat ein Investitionsvolumen von rund 650 Millionen Euro.

    Eine endgültige Investitionsentscheidung soll bis Anfang 2023 fallen. Dabei hat das Projekt auch die ausdrückliche Unterstützung der Bundesregierung: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat diese eigens in einem „Letter of Support“ ausdrücklich zugesichert.