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    Das Wasserstoff-Infrastruktur-Projekt für das Saarland

    Die Projektskizze für das Wasserstoff-Infrastruktur-Projekt „HydroHub Fenne“, die STEAG gemeinsam mit den Projektpartnern Siemens Energy, dem Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) entworfen und beim Ideenwettbewerb „Reallabor der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums hat, wurde unter 90 Einsendungen ausgewählt und für förderfähig befunden. Die Bundesregierung will mit den ausgewählten Projekten den Ausbau von Wasserstoff-Technologien und die Etablierung von Sektorenkopplung beschleunigen und zur Marktreife bringen.

    Kernelement des HydroHub ist ein Elektrolyseur mit einer Leistung von knapp 53 Megawatt (MW), der am traditionsreichen STEAG-Standort Völklingen-Fenne bis 2026 errichtet werden wird. Der dort produzierte grüne Wasserstoff kann künftig einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der saarländischen Industrie und des Mobilitätssektors leisten. Aktuell sind mehrere Grundsatzvereinbarungen mit regionalen Unternehmen über die Belieferung mit Wasserstoff und Sauerstoff aus Fenne kurz vor dem Abschluss.

    Doch ganz gleich, wo der grüne, d.h. mittels erneuerbarer Energien erzeugte und damit klimaneutrale Wasserstoff von STEAG künftig genau zum Einsatz kommen wird – er kann in vielen Bereichen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland die selbst gesteckten Klimaziele erreicht.

    Denkbar ist etwa, dass grüner Wasserstoff künftig der Stahlindustrie hilft, den CO2-intensiven Koks bei der Roheisen-Produktion zu ersetzen. Ebenso kann Wasserstoff dem regionalen Erdgasnetz beigemischt werden und Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge im Saarland versorgen. Insbesondere die Versorgung des öffentlichen Personennahverkehrs mittels wasserstoffbetriebener Omnibusse bietet sich an. Diese Variante bietet auch den Bürgerinnen und Bürgern im täglichen Leben einen direkten Mehrwert in Form reduzierter Abgasmengen in den Städten.

    Und schließlich kann die Wärme, die bei der Erzeugung des Wasserstoffs entsteht, in das Netz des Fernwärmeverbunds Saar (FVS) eingespeist werden. Als weitere Option bietet sich eine zeitversetzte Rückverstromung von Wasserstoff durch Einsatz in hochgradig energieeffizienten Gas- und Dampfturbinen-Anlagen an, wenn z.B. Dunkelflaute herrscht, also die Sonne nicht ausreichend scheint und es zudem windstill ist, sodass die erneuerbaren Energien allein den Energiebedarf in Deutschland nicht decken können.

    Die Projektentwicklung ist bereits weit fortgeschritten. Ferner hat der HydroHub Fenne erfolgreich die ersten Hürden auf dem Weg zu einer Notifizierung als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) genommen. Zudem ist der HydroHub Fenne eingebunden in einen grenzübergreifenden Projektverbund mit Partnern aus Frankreich und Luxemburg: Gemeinsam bilden sie die „Grande Region Hydrogen“ (GRH). Ziel ist der erfolgreich Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft im europäischen Verbund.