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  • Innovative Projekte für die Energiewende

    STEAG setzt in der Solar- und Windenergie national und international Impulse / Bundesnetzagentur fördert vier Projekte für Kraft-Wärme-Kopplung / Baubeginn in Gladbeck

    Zum Gelingen der Energiewende muss der Anteil der erneuerbaren Energien an der Strom- und Wärmeproduktion in Deutschland weiter ausgebaut werden. Von derzeit 52,4 Prozent soll der Anteil der regenerativen Energien an der gesamten Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent steigen. Zudem soll der Anteil alternativer Energienn der Wärme- und Kälteerzeugung von aktuell 14,5 Prozent bis 2030 auf 27 Prozent anwachsen. Parallel dazu soll die Effizienz von Energieerzeugung und -verbrauch optimiert werden. Mit einer Vielzahl innovativer Projekte treibt STEAG diese Entwicklungen mit voran.

    Einer der maßgeblichen Treiber innovativer Vorhaben innerhalb des STEAG-Konzerns ist das Tochterunternehmen STEAG Solar Energy Solutions (SENS). Die Spezialisten für Photovoltaik (PV) planen und realisieren derzeit gleich mehrere Projekte im In- und Ausland: So ist SENS mit der Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke-Kooperation Trianel, eine Zusammenarbeit für den Bau von PV-Freiflächenanlagen eingegangen. Entstanden sind dabei zwei Solarparks in Brandenburg und Rheinland-Pfalz, darüber hinaus planen die Kooperationspartner weitere Anlagen.

    SENS bietet Leistungen aus einer Hand
    „Wir übernehmen dabei die gesamte Planung, Errichtung und Baubegleitung sowie die Errichtung der dazugehörigen Netzanbindungen“, erklärt SENS-Geschäftsführer André Kremer. „Beide Anlagen werden noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.“

    „Wir freuen uns, in SENS einen verlässlichen Partner zu haben.“

    Andreas Lemke, Abteilungsleiter Projektentwicklung Onshore bei Trianel.

    „Wir freuen uns, in SENS einen verlässlichen Partner gewonnen zu haben, mit dem wir hochwertige PV-Projekte realisieren können“, sagt Andreas Lemke, Abteilungsleiter Projektentwicklung Onshore bei Trianel. „Gemeinsam mit SENS wollen wir unsere PV-Aktivitäten und das Portfolio an Erneuerbaren-Projekten für Stadtwerke weiter ausbauen.“

    Projekte in Brandenburg und Rheinland-Pfalz
    Im brandenburgischen Frankenwalde wurden mehr als 27.000 Photovoltaik-Module aufgestellt. Die Anlage ist auf einer Länge von 1.200 Metern parallel zur dortigen Autobahn A 20 entstanden. Die insgesamt 7,5 Hektar umfassende Anlage wird künftig rund 9.000 Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr erzeugen. Dies entspricht rechnerisch in etwa dem Jahresstromverbrauch von rund 3000 Haushalten. Zugleich werden jährlich 5.250 Tonnen CO2-Emissionen dauerhaft vermieden.

    Die Fertigstellung der zweite Anlage im rheinland-pfälzischen Schleich an der Mosel steht kurz bevor. Dort werden auf einer Fläche von ebenfalls rund 7,5 Hektar 19.750 PV-Module in Hanglage oberhalb eines Weinanbaugebiets montiert. Neben der Planung, Errichtung und Baubegleitung der Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 7,9 Megawatt (MWp) sorgt SENS auch für den Netzanschluss an das regionale 20-Kilovolt-Mittelspannungsnetz. Durch das Projekt können künftig rechnerisch 2.600 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden.

    SENS auch in Osteuropa als kompetenter Partner geschätzt
    Auch auf europäischer Ebene ist das Know-how von SENS gefragt: Das STEAG-Tochterunternehmen wird in Ungarn an fünf verschiedenen Standorten PV-Projekte installieren. Hintergrund: Das Land will den Ausbau erneuerbaren Energien vorantreiben. Deren Anteil an der Stromerzeugung liegt dort bei derzeit rund 13 Prozent – der Anteil der Solarenergie sogar bei lediglich ein bis zwei Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland beliefen sich die entsprechenden Werte 2019 auf 40,2 beziehungsweise 7,4 Prozent.

    Mit der Energiewende in dem osteuropäischen Land ist unter anderem die im Nachbarland Österreich ansässige Green Source GmbH beauftragt, die wiederum SENS als kompetenten Partner ausgewählt hat. In den kommenden Monaten werden die Würzburger PV-Spezialisten insgesamt 130 Einzelanlagen inklusive der jeweiligen Transformatorstationen mit einer Leistung von jeweils 500 Kilowattstunden aufstellen.Diese werden bei Inbetriebnahme eine installierte Leistung von zusammen 78.000 MWh ins ungarische Stromnetz einspeisen. Auf diese Weise werden künftig jährlich strukturelle Einsparungen von rund 43.800 Tonnen CO2 erzielt.

    „Wir wollen in Kooperation mit unserem Partner LSG weiter wachsen.“

    André Kremer, SENS-Geschäftsführer.

    „Wir haben bereits mehrere Projekte in Osteuropa erfolgreich realisiert, darunter auch Aufträge für Green Source an mehreren Standorten in Russland“, sagt André Kremer. „Wir wollen das Wachstum auf diesem Markt, unter anderem in Kooperation mit unserem Partner LSG, weiter vorantreiben. Neben Ungarn stehen hier vor allem Rumänien und Griechenland im Fokus.“

    STEAG sichert sich Fördermittel für vier KWK-Projekte

    Die Philosophie der STEAG, Energie möglichst umweltschonend und effizient zu erzeugen, spiegelt sich auch im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wider. Diese Technologie setzt das Energieunternehmen bereits seit Jahrzehnten in seinen Kohlekraftwerken ein: Wärme, die bei der Stromerzeugung thermodynamisch unvermeidbar anfällt, wird zu Heizzwecken nutzbar gemacht und beispielsweise in die Fernwärmenetze im Ruhrgebiet sowie im Saarland eingespeist. Weil KWK-Anlagen mit dem eingesetzten Brennstoff in einem Kopplungsprozess sowohl Strom als auch Wärme erzeugen, tragen sie zur ressourcenschonenden Energieversorgung bei und mindern dabei auch CO2-Emissionen.

    Erfolgreiche Ausschreibungsrunde
    Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur von Fördermitteln für KWK-Projekte sicherte sich das Tochterunternehmen STEAG New Energies eine Förderung für deutschlandweit vier Projekte mit einer Anlagenleistung von insgesamt 68,5 Megawatt (MW): Am Standort des Kraftwerks Weiher im saarländischen Quierschied werden zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer Gesamtleistung von vier MW errichtet. Die dort produzierte Wärme wird ins örtliche Wärmenetz eingespeist, das die Fernwärme-Verbund Saar GmbH betreibt. Rund 30 Kilometer weiter östlich entsteht in Homburg ein BKHW mit sechs MW. Auch diese Wärmeleistung wird in das Wärmenetz vor Ort fließen. Das dritte geförderte BKHW wird ebenfalls im Saarland, in Völklingen-Fenne, entstehen. Dort betreibt STEAG ein mit Grubengas befeuertes Motorenheizkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 42 MW. Da die Förderung des Grubengas ausläuft wird das Energieunternehmen die Anlage modernisieren und auf herkömmliches Gas umrüsten. Die so erzeugte Wärme wird ebenfalls in die Fernwärmeschiene Saar eingespeist werden. Das vierte, mit Fördermittel ausgestattete BKHW wird schließlich im thüringischen Sömmerda mit einer Leistung von ebenfalls sechs MW errichtet.

    „Wir haben uns mit vier Projekten beteiligt und alle haben einen Zuschlag erhalten.“

    Dr. Markus Laukamp, Geschäftsführer der STEAG New Energies GmbH.

    „Wir haben uns mit vier Projekten an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur beteiligt und alle vier Projekte haben einen Zuschlag erhalten. Dieses Ergebnis freut uns sehr“, sagt Dr. Markus Laukamp, Geschäftsführer von STEAG New Energies. „Denn über den konkreten Erfolg hinaus belegt die Entscheidung der Bundesnetzagentur auch das hohe Maß an technischer und energiewirtschaftlicher Kompetenz, das STEAG auszeichnet.“

    Baubeginn auf der Gladbecker Mottbruchhalde 

    Ein weiterer wichtiger Baustein zum Gelingen der Energiewende ist die Windkraft. Im Entwurf zum novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das die Bundesregierung noch in diesem Jahr verabschieden will, ist für die Stromerzeugung aus Windkraft an Land (onshore) eine Kapazität von 71.000 MW bis zum Jahr 2030 vorgesehen. Aktuell liefern Windräder deutschlandweit rund 54.000 MW installierter Leistung – wobei deren Ausbau sehr schleppend vorangeht: 2017 wurden in Deutschland onshore knapp 1.800 Windkraftanlagen neu installiert, 2018 waren es laut Zahlen des Bundesverbands Windenergie noch 743, im vergangenen Jahr sogar nur 325. Das ist der niedrigste Stand seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000. Will Deutschland seine Zusagen einhalten, bis 2030 den Strom zu 65 Prozent aus erneuerbaren Energien zu beziehen, müsste jährlich etwa die fünffache Menge an neuen Windrädern gebaut werden.

    Windrad verbindet monatanindustrielle Vergangenheit mit regenerativer Energiezukunft
    STEAG plant bereits seit einiger Zeit ein Windrad auf der Mottbruchhalde zu errichten. Die Halde, ein Zeugnis der bergbaulichen Vergangenheit des Ruhrgebiets, ist in Gladbeck im nördlichen Ruhrgebiet gelegen. Standorte wie die Mottbruchhalde, auf der bis 1989 Abraum aus der Zeche Moltke III/IV aufgeschüttet wurde, sind prädestinierte Standorte für Windräder und wurden deshalb im Landesentwicklungsplan NRW als bevorzugt für Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energiequellen ausgewiesen. Das Windrad in Gladbeck wäre bereits das sechste, das STEAG auf einer Halde im Ruhrgebiet plant und umsetzt. 

    Die Gladbeck Wind GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der STEAG New Energies GmbH, bei der innerhalb des STEAG-Konzerns die Projektverantwortung liegt, und der RWE Power AG, will auf der ehemaligen Bergehalde ein Windrad vom Typ Enercon E-138 EP 3 errichten. Dieses Windrad wird eine maximale Nabenhöhe von 131 Metern haben, der Rotordurchmesser wird 138,6 Meter betragen. Die geplante Anlage wird rechnerisch 3.500 Haushalte mit CO2-freier, klimafreundlicher Energie versorgen. Das Investitionsvolumen beträgt fünf Millionen Euro. Mit dem Start könnte die Stadt Gladbeck nach heutiger Steuergesetzgebung rund 25.000 Euro jährlich und somit über die geplante Laufzeit von 20 Jahren 500.000 Euro Gewerbesteuer einnehmen.

    „Gerichtsentscheid schafft hinreichend Klarheit für Baubeginn.“

    Dr. Markus Laukamp, STEAG-New Energies-Geschäftsführer.

    So gesehen bringt das Windrad der Stadt Gladbeck gleich eine ganze Reihe von Vorteilen, auch wenn einzelne Anwohner bei Gericht Widerspruch gegen die Pläne eingelegt hatten. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat jedoch Ende September zugunsten von STEAG und der Projektgesellschaft Gladbeck Wind GmbH entschieden. „Aus unserer Sicht schafft dieser Entscheid hinreichend Klarheit, nun die Umsetzung des Projekts vorzubereiten“, sagt Dr. Markus Laukamp.

    STEAG setzt auf Transparenz
    Mittlerweile hat die Projektgesellschaft pflichtgemäß den Beginn der Bauarbeiten bei der Stadt Gladbeck angezeigt. In diesen Tagen beginnen nun die Arbeiten zur Errichtung des Windrads. Die Stadtverwaltung hat gegen den sofortigen Vollzug der rechtsgültigen Baugenehmigung juristische Maßnahmen eingeleitet. „Wir sehen der juristischen Klärung im Hinblick auf die bereits ergangenen Entscheidungen zuversichtlich entgegen“, so Dr. Markus Laukamp. „Jenseits der juristischen Klärung setzen wir gegenüber Kommunalpolitik und Bürgerschaft in Gladbeck weiterhin auf Transparenz und Dialog."