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  • Krantz stellt hochwirksamen Anti-Corona-Luftfilter vor

    STEAG-Tochterunternehmen entwickelt Luftreiniger für Einsatz in Schulen / Abluftreinigungsanlage für Energierückgewinnung ausgezeichnet / Marktposition auf britischem Markt ausgebaut

    Die Folgen der Coronakrise haben der professionellen Reinigung von Raumluft mehr Aufmerksamkeit denn je beschert. Die Krantz GmbH, eine STEAG-Tochtergesellschaft mit Sitz in Aachen, produziert bereits seit den 1920er-Jahren Luftführungs- und Luftreinigungssysteme. Nun hat Krantz  mit dem VIRUSPROTECT einen antiviralen Raumluftreiniger für Bildungseinrichtungen, Arztpraxen, Krankenhäuser, Behörden und die Gastronomie vorgestellt. Mit diesem Gerät können 99,995 Prozent aller Mikroorganismen einschließlich des Corona-Virus SARS-CoV-2 aus der Raumluft herausgefiltert  –  und in der Pandemie auch Schulen weiter offengehalten werden.

    In den vergangenen Wochen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen auch bei Kindern und Jugendlichen deutlich gestiegen. In der Folge müssen immer mehr Schulenganz oder klassenweise geschlossen werden. Schon jetzt ist die Situation an den deutschen Bildungseinrichtungen  angespannt: Laut Schätzungen waren landesweit zuletzt 300.000 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Der Wert lässt sich nicht exakt beziffern, weil jedes Bundesland die Daten anders erhebt.

    Dieser Entwicklung kann mit dem Krantz „VIRUSPROTECT“ entgegengewirkt werden: Maßgebliche Innovation dieses Luftraumreinigers ist die antivirale Beschichtung der Filteranlage. Durch diese wird Raumluft in die Anlage gesogen und dann über die Oberflächen eines H14 HEPA-Filterelements geführt. „Dabei werden in der Luft befindliche Corona-Erreger, aber auch saisonale Grippe-Viren, Bakterien, Sporen, Allergene und Keime entfernt", erklärt Norbert Schröder, Geschäftsführer Krantz GmbH. „Diese Stoffe, inklusive der enthaltenen Viren und Mikroorganismen werden nach ihrer Neutralisierung sicher im Filter zurückgehalten.“

    Die Krantz GmbH entwickelt, konstruiert, fertigt und vermarktet Luftführungs-, Heiz- und Kühlsysteme für Decken- und Fassadeneinbau sowie Reinraumsysteme. Zudem produziert die Aachener STEAG-Konzerntochter Filter- und Absperrsysteme und ist Experte für Abluftreinigung. So rüstet Krantz seit Jahrzenten Hochsicherheitslabore mit Filtertechnik und Luftführungssystemen aus; darunter etwa das Robert Koch-Institut, das Friedrich Löffler-Institut für Tiergesundheit oder das Bernhard Nocht-Institut für Tropenmedizin sowie die Universität Marburg. 

    „Viren und Mikroorganismen werden nach ihrer Neutralisierung sicher im Filter zurückgehalten.“

    Norbert Schröder, Geschäftsführer Krantz GmbH.

    Der Krantz „VIRUSPROTECT“ arbeitet als Passivsystem. Das bedeutet, dass das Gerät die Luftreinigung nicht mittels Erhitzen, UV-Licht oder Ozonisierung vornimmt, sondern allein über die antivirale Oberflächenbeschichtung innerhalb des Filtersystems. Das spart Energiekosten, senkt den Geräuschpegel, vermeidet ein Aufheizen oder irgendeine Form von stofflicher Emission. Damit ist das Gerät insbesondere für den Schulunterricht bestens geeignet, zumal der Krantz „VIRUSPROTECT“ für Räume bis zu 90 Quadratmetern, in denen bis zu 35 Personen zusammenkommen, ausgelegt ist.

    Das ist  für einen durchschnittlichen Klassenraum mit einer Größe von 60 Quadratmetern mehr als ausreichend. Zudem sind die Energiekosten – wie angedeutet – mit etwa 50 Euro pro Jahr für den fortlaufenden Betrieb sehr überschaubar. „Auch der Wartungsbedarf ist gering", sagt Norbert Schröder und weist auf eine weitere, gerade für Schulen nützliche Funktion des Geräts hin: „Dank eines eingebauten CO2-Sensors kann das Gerät Hinweise geben, wann aufgrund eines sinkenden Sauerstoffgehalts eine Belüftung sinnvoll ist, um Müdigkeit und abnehmender Konzentration der Schülerinnen und Schüler vorzubeugen. Und unkompliziert und intuitiv zu bedienen, ist das Gerät auch noch."

    „Kombination hoher technische Problemlösungskompetenz und Wirtschaftlichkeit.“

    Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH.

    „Der ‚Krantz VIRUSPROTECT‘ ist ein typisches STEAG-Produkt, denn er kombiniert hohe technische Problemlösungskompetenz und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit“, sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH. „Wenn es durch unsere Neuentwicklung gelingt, einen Beitrag zur Abmilderung der gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie insbesondere für Schulkinder zu leisten, haben wir erst recht einen Grund, stolz auf diese innovative Neuentwicklung zu sein.“

    Krantz entwickelt effiziente Abluftlösung für Automobilzulieferer

    Auch bei Industrieunternehmen genießen die innovativen Krantz-Produkte einen guten Ruf. Den festigte das Unternehmen gerade erst mit einer weiteren ideenreichen Entwicklung: Aus Lösungsmitteln, die bei einem Automobilzulieferer während Lackierarbeiten eingesetzt werden, wird durch eine von  Krantz entwickelte und installierte Abluftreinigungsanlage mit Energierückgewinnung Brennstoff für ein Blockheizkraftwerk (BHKW).

    Krantz-Anlage senkt Betriebskosten dauerhaft deutlich
    Die KSK Industrielackierungen GmbH & Co. KG ist in Geilenkirchen, wenige Kilometer nördlich von Aachen gelegen, ansässig. Das Unternehmen lackiert insbesondere Autoteile wie Stoßfänger, Windabweiser oder Zierleisten. In einer der Lackierhallen von KSK fallen aus der Arbeit von fünf teilautomatisierten Lackierkabinen bis zu 165.000 Kubikmeter lösungsmittelhaltige Abluft pro Stunde an. In jedem Kubikmeter finden sich bis zu 150 Milligramm flüchtiger, giftiger Substanzen wie beispielsweise Kohlenwasserstoffe. Die Konzentration dieser Kohlenwasserstoffe in der Abluft ist in diesem Zustand jedoch noch zu gering, um sie verwerten zu können. Das von  Krantz entwickelte System zieht die Schadstoffe mittels eines Adsorptions-Desorptions-Verfahrens aus der Abluft. Zum Einsatz kommt hier ein sogenanntes Zeolith, das ähnlich einem Schwamm die Substanzen aufnimmt. Mit fortlaufendem Prozess steigt die Konzentration der Kohlenwasserstoffe im Zeolith. Wärme löst die aus der Luft gebundenen Stoffe dann wieder heraus.

    „Lösemitteldämpfe in der Abluft werden zur Befeuerung von Mikrogasturbinen genutzt.“

    Dr. Christoph Dötsch, technischer Leiter des Bereichs Clean Air Solutions bei der Krantz GmbH. 

    „Auf diese Weise nutzen wir den Brennwert der Lösemitteldämpfe in der Abluft zur Befeuerung von insgesamt sechs Mikrogasturbinen“, sagt Dr. Christoph Dötsch, technischer Leiter des Bereichs Clean Air Solutions bei der Krantz GmbH. Diese Turbinen wiederum sind Teil des BHKW, das dann nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Wärme als auch Strom erzeugt. Bis zu 366 Kilowatt (kW) Strom sowie zusätzlich etwa rund 670 kW Wärme stellen die Turbinen kombiniert mit einem Warmwasser-Wärmetauscher maximal bereit. Die so gewonnene Energie geht wiederum in den Produktionsprozess ein und senkt so merklich den Energiebedarf der KSK Industrielackierungen GmbH & Co. KG. „Die neue Abluftreinigungsanlage ist im Februar 2020 in Betrieb gegangen. Wir rechnen damit, dass wir damit unsere Betriebskosten dauerhaft um rund 100.000 Euro pro Jahr senken können“, so KSK-Geschäftsführer Egbert Symens. Einen zusätzlichen wirtschaftlichen Reiz gewann das Projekt durch eine finanzielle Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 430.000 Euro. 

    Dabei liegt der Clou dieser Anlage in deren doppelten Nutzungsmöglichleiten. „Während der Produktion arbeitet das BHKW als Abluftreinigungsanlage mit reduziertem Brennstoffeinsatz. In produktionsfreien Zeiten kann die Anlage zusätzlich gewinnbringend als konventionelles BHKW betrieben werden“, erläutert Christoph Dötsch.

    Krantz-Lösung von Energieagentur.NRW ausgezeichnet
    Diese gelungene Symbiose von Umweltnutzen und Wirtschaftlichkeit überzeugte auch die EnergieAgentur.NRW. Sie kürt jeden Monat ein zukunftsweisendes Energieprojekt in beziehungsweise aus Nordrhein-Westfalen. Für den Oktober 2020 fiel die Wahl auf die Krantz-Abluftreinigungsanlage für KSK. Diese Prämierung darf auch als Bestätigung der Entscheidung der STEAG-Geschäftsführung gewertet werden, gezielt im Bereich Abluft zu investieren. „Durch die bei Krantz reichlich vorhandene, ausgewiesene Fachkompetenz im Bereich Abluft ist es STEAG durch die Übernahme 2018 gelungen, das eigene Leistungsportfolio in Sachen ganzheitlicher Energielösungen für Industriekunden und kommunale Partner entscheidend zu erweitern“, freut sich Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH. 

    Krantz baut Marktposition in Großbritannien aus

    Diese Marktchancen hat Krantz durch die Übernahme eines Unternehmens in Großbritannien gerade noch einmal ausgebaut. Der bisherige Vertriebspartner mit Sitz im englischen Rochester in der Grafschaft Kent ist nun zu 100 Prozent Eigentum der Krantz GmbH und wird künftig als „Krantz Limited“ das England- und Irlandgeschäft voranbringen. 

     

    „Wir treiben unsere Internationalisierungsstrategie weiter voran.“

    Norbert Schröder, Geschäftsführer Krantz GmbH.

    „Mit dem vollständigen Erwerb der Krantz Limited treiben wir unsere Internationalisierungsstrategie weiter voran. Zugleich partizipieren wir durch die Integration in Zukunft unmittelbar von unseren wirtschaftlichen Erfolgen auf dem britischen und irischen Markt“, sagt Krantz-Geschäftsführer Norbert Schröder. „Wir nutzen mit der Eingliederung jetzt die Chance eines attraktiven Marktzugangs, der für viele Produkte aus unserem breiten Angebotsportfolio sehr vorteilhaft ist.“