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  • Erprobter Partner für Städte und Gemeinden

    STEAG betreibt als Partner der Kommunen bundesweit 200 dezentrale Energieanlagen / Expertise in Erneuerbaren Energien ist gefragt

    Der Ausbau der Abfallverwertungsanlage Velsen zu einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und die damit verbundene Effizienzsteigerung der Fernwärmeschiene Saar ist nur ein Beispiel für STEAG als Partner der Kommunen in Projekten zur dezentralen Energieversorgung. Denn immer mehr und immer öfter wüschen sich Städte und Gemeinden eine weitgehend autarke Energieerzeugung, die individuell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Doch einerseits fehlt oft das Know-how, andererseits sind mit Blick auf beschränkte Finanzmittel Kooperationen notwendig – immer wieder und immer öfter ein Fall für STEAG und deren Tochterunternehmen STEAG New Energies (SNE), STEAG Technischer Service (STS) und STEAG Solar Energy Solutions (SENS).

    Über 200 dezentrale Anlagen betreibt SNE deutschlandweit – Biomasse- und Block-Heizkraftwerke einmal quer durch die Republik vom hohen Norden in den tiefen Süden. Eines der langjährigsten kommunalen Partnerprojekte wurde im thüringischen Ilmenau begründet. Hier engagierte sich STEAG New Energies bereits kurz nach der Wende und gründete 1991 gemeinsam mit der Stadt die Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH (IWV). Mit dem Know-how der STEAG-Ingenieure sanierte und erweiterte die IWV zunächst das städtische Fernwärmenetz und baute eine Kraft-Wärme-Kopplungs- Anlage, die 1995 in Betrieb ging. Steigendes Umweltbewusstsein in den städtischen Gremien und die ausgeprägte Innovationskraft der SNE führten zu dem Beschluss, ein Biomasse-Heizkraftwerk zu bauen, 2003 erfolgte der erste Spatenstich. Nach nur 16-monatiger Bauzeit nahm die Biomasse-Heizkraftwerk Ilmenau GmbH (BHI), eine eigens gegründete gemeinsame Gesellschaft der STEAG New Energies und der IWV, das Biomasse-Heizkraftwerk in Betrieb. 15 Millionen Euro investierte die BHI in diese Anlage, die seitdem ein Viertel des Stromverbrauchs der 26.000-Einwohner-Stadt und die Hälfte der Fernwärmeenergie abdeckt und Ilmenau in Thüringen an die Spitze der Städte mit der höchsten Nutzung Erneuerbarer Energien katapultierte.

    Vielfach erfahren bei Bau und Betrieb von Wärmenetzen
    Im angrenzenden Sachsen lässt sich ein weiteres Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen einer Kommune und Energieunternehmen finden: Bereits seit 1993 versorgt STEAG New Energies im sächsischen Gröditz Industriekunden, öffentliche Gebäude und Privatkunden aus dem städtischen Heizwerk über ein 23 Kilometer langes Rohrleitungsnetz mit Fernwärme. Und auch hier bringen die SNE-Ingenieure seitdem ihr innovatives Wissen ein. Zuletzt mit einem grundlegenden Umbau der Erzeugungsanlage: Im April 2018 nahm das Energieunternehmen ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb, das mittels Kraft-Wärme-Kopplung sowohl zwei Megawatt Strom als auch Wärme erzeugt. Rund 2,7 Millionen Euro investierte die SNE hierfür und wieder fiel die Bauzeit mit lediglich zwölf Monaten vergleichsweise kurz aus.

    Auch in Kommunen im Westen der Republik ist STEAG als Kooperationspartner begehrt. Im rheinland-pfälzischen Mayen beispielsweise, wo die 1998 von SNE, den ortsansässigen Stadtwerken und der Papierfabrik WEIG-Karton gegründete Fernwärmeversorgung Mayen geradezu Vorbildcharakter für eine nachhaltige Energienutzung entwickelt hat: Wurden bis zur Gründung dieses Kooperationsunternehmens öffentliche und private Gebäude aus vielen dezentralen Anlagen auf Basis von Heizöl und Erdgas beheizt, wird nun fast ausschließlich industrielle Abwärme aus der Kartonagenherstellung eingesetzt und so der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid in der gesamten Region erheblich reduziert. Auf diese Weise wurde die jährliche CO2-Produktion um rund 5.400 Tonnen reduziert. Außerdem wurde das Leitungsnetz auf rund zwölf Kilometer ausgebaut, sodass jetzt rund 240 Objekte mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden können.

    Langjährige, verlässliche Partnerschaften
    Noch sehr viel länger ist STEAG im benachbarten Bundesland Baden-Württemberg engagiert. 1964 begann das Energieunternehmen in Winnenden, den Stadtteil Schelmenholz mittels einer zunächst mobilen Energiezentrale mit Fernwärme zu versorgen. Heute bietet die Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG als Kooperationsunternehmen der Stadtwerke Winnenden und der SNE einen Anschlusswert von 45 Megawatt und versorgt neben Schelmenholz die Neubaugebiete Waiblinger Berg und Lange Weiden sowie Teile der Innenstadt. Insgesamt ist die jährliche Wärmeproduktion ausreichend für 3.500 Einfamilienhaushalte. Und auch in Winnenden bewiesen die STEAG-Ingenieure, wie sich Standorttreue und der Wille zur stetigen Erneuerung gegenseitig befruchten können: Aus einem mit Kohle betriebenen Heizwerk entwickelten sie zu Beginn der 1990er-Jahre eine Anlage, die mit Gas und leichtem Heizöl befeuert wurde.

    Ab 1997 wurde auch das in der nahe gelegenen Hausmülldeponie Eichholz anfallende Deponiegas für die Energieerzeugung genutzt. Und 2012 schließlich wurde das Heizwerk zu einem Blockheizkraftwerk erweitert, das mittels eines mit Erdgas betriebenen Gasmotors eine elektrische und eine thermische Leistung von je zwei Megawatt erbringt. Mit dem jüngsten Umbau wurde der Primärenergiefaktor von 0,71 auf 0,51 verbessert. Und die regenerativ erzeugte Wärme ersetzt die Wärmeerzeugung insbesondere in der Grundlast, sodass die weiterhin bestehende konventionelle Kesselanlage nur bei erhöhtem Wärmebedarf zugeschaltet werden muss.

    Photovoltaik für die kommunale Wasserwirtschaft
    Auch in Sachen Photovoltaik ist STEAG auf dem Heimatmarkt engagiert. Die in Würzburg ansässige Konzerntochter STEAG Solar Energy Solutions hat erst jüngst für die Wasserversorgung Essen, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadtwerke Essen AG und der Gelsenwasser AG, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Wasserwerks in Essen-Überruhr installiert. 608 Solarmodule mit zusammen knapp 2.000 Quadratmeter Fläche produzieren künftig rund 170.000 Kilowattstunden (kWh) grünen Strom pro Jahr. Damit wird die jährliche CO2-Einsparung über 91 Tonnen betragen. Zum Vergleich: Die Menge entspricht in etwa dem Jahresausstoß von 13 Mittelklasse-PKW mit einer Jahresfahrleistung von 50.000 Kilometern.

    „Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand.“

    Für die Wassergewinnung Essen ist die nun abgeschlossene Maßnahme ein Pilotprojekt, weitere Anlagen sollen folgen: „Wir werden einen wachsenden Teil unseres Stroms hier vor Ort aus erneuerbaren Energien erzeugen. Das passt ideal zu unserem auf Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung ausgerichteten Ansatz“, erklärt Tobias Grau, kaufmännischer Geschäftsführer der Wassergewinnung Essen GmbH. „Zudem ist die Eigenerzeugung mehr als rentabel, sodass hier Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen.“

    Schneller Laden in Saarbrücken dank STEAG
    Die STEAG-Tochter STEAG Technischer Service GmbH leistet seit neuestem in Saarbrücken einen Beitrag zum Gelingen der Mobilitätswende in der saarländischen Landeshauptstadt. Dort ist, errichtet von STEAG, die erste innerstädtische Schnellladesäule für Elektrofahrzeuge mit einer Ladeleistung von bis zu 150 Kilowatt (kW) in Betrieb gegangen. Das Aufladen von Elektrofahrzeugen verkürzt sich kit dieser Anlage auf einen überschaubaren Zeitraum von rund 30 Minuten – sofern die Fahrzeugtechnik für eine solche Ladeleistung ausgelegt ist. Neben der Schnellladesäule stehen an der St. Johanner Straße 101 bis 105 in Saarbrücken ab sofort auch zwei Standardladepunkte mit einer Leistung von 22 kW Wechselstrom zur Verfügung. „Auf diese Weise bieten wir allen Modellen von Elektrofahrzeugen die jeweils passgenaue Ladeleistung an“, sagt Christian Breuer, der bei STEAG Technischer Service das Team „Neue Technologien“ leitet.

    Rückenwind für kommunale E-Mobilitätsoffensive
    Die neuen Ladesäulen von STEAG flankieren damit die Strategie der Landeshauptstadt Saarbrücken, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge deutlich auszubauen. „Saarbrücken will im Rahmen der Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes zunächst 150 Ladepunkte lokalisieren und umsetzen, um das Hochfahren der klimafreundlichen Elektromobilität zu unterstützen. Der neuen Schnellladepunkt der STEAG liefert hier einen wichtigen Beitrag und wir wünschen uns mehr solches Unternehmensengagement in Saarbrücken“, sagt Tobias Raab, Dezernent für Wirtschaft, Soziales und Digitalisierung der Landeshauptstadt Saarbrücken, der an der offiziellen Inbetriebnahme als Vertreter der Landeshauptstadt teilnahm.

    „Wer hier auflädt, fährt garantiert emissionsfrei.“

    Beliefert werden die drei Ladesäulen zu einhundert Prozent mit zertifiziertem und von STEAG selbst erzeugtem Grünstrom. „Wer hier auflädt, fährt also garantiert emissionsfrei“, so Gerhard Dewender, Sprecher der Geschäftsführung von STEAG Technischer Service. Diese Beispiele zeigen: So vielfältig die Themen und Aufgaben sind, die sich Kommunen aber auch Unternehmen und Betrieben stellen, um jeweils für sich den Herausforderungen der Energiewende zu begegnen, so umfassend ist die technische Expertise von STEAG, ihre Partner dabei zu unterstützen. Diese Unterstützung reicht nicht nur von der Planung und Konzeption, sondern umfasst auch die technische Umsetzung und schließlich auch Wartung, Service und Betriebsführung.