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  • STEAG gestaltet aktiv die Energiewende in Deutschland

    Wasserstoffproduktion im industriellen Maßstab am Standort im Saarland

    HydroHub-Fenne wird Reallabor der Energiewende – die Projektskizze, die STEAG gemeinsam mit drei weiteren Partnern entworfen und beim Ideenwettbewerb des Bundeministeriums für Wirtschaft (BMWi) eingereicht hat, wurde unter 90 Einsendungen ausgesucht und als förderfähig bewertet. Der Plan: Am STEAG-Kraftwerksstandort im saarländischen Völklingen-Fenne soll Wasserstoff im industriellen Maßstab produziert werden.

    Insgesamt 20 Projekte wurden im Rahmen einer Pressekonferenz von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin aufgerufen, den offiziellen Förderantrag zu stellen. Altmaier unterstrich damit, dass STEAG an den Kraftwerksstandorten im Saarland und Nordrhein-Westfalen erfolgreich Energiewende in Deutschland mitgestaltet. „Das ist ein großer Erfolg für die Projektgemeinschaft und unterstreicht unsere Gesamtstrategie: STEAG gestaltet aktiv die Energiewende in Deutschland mit“, sagt Dr. Wolfgang Cieslik, Mitglied der Geschäftsführung der STEAG GmbH. Das Bundesministerium wird die ausgewählten Projekte bis 2025 mit jährlich insgesamt 100 Millionen Euro fördern. Der Start ist für das kommende Jahr geplant.

    „Dass unsere Projektidee auch vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, ist eine Anerkennung unseres Know-hows und unserer Innovationskraft“, sagt Cieslik. Und Dr. Peter Deeskow, Leiter der Forschung und Entwicklung (FuE) bei STEAG, ergänzt: „Wir haben die Chance, das komplexe Zusammenspiel verschiedener Komponenten zu designen und dabei Erfahrungen mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Versorgungsinfrastruktur zu sammeln.“ Die Projektgemeinschaft bilden neben STEAG noch die Siemens AG, das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH)

    Mit der Projektskizze „HydroHub-Fenne“ beteiligten sich die Projektpartner an dem Ideenwettbewerb „Reallabor der Energiewende“ des BMWi. Die Bundesregierung will mit den ausgewählten Projekten den Ausbau von Wasserstoff-Technologien und die Etablierung von Sektorkopplung beschleunigen und zur Marktreife bringen. Denn mit dem Ausstieg aus der Atomstromproduktion im Jahr 2022 und dem geplanten Ende der Kohleverstromung im Jahr 2038 steht fest: In Deutschland sollen in Zukunft Wind- und Sonnenenergie die tragenden Säulen der Stromversorgung bilden. Doch beide erneuerbaren Energiequellen unterliegen witterungsbedingten Schwankungen. Wasserstoff kann als Energiespeicher diese Schwankungen ausbalancieren. Am STEAG-Kraftwerk in Völklingen-Fenne soll dies an einem Energieknotenpunkt stattfinden, an dem Stromnetz, Fernwärmenetz und eine Gaspipeline zusammenlaufen. „Der Begriff Sektorkopplung, der bisher theoretisch als Schlüssel für eine gelungene Energiewende genannt wird, ist an unserem Standort Realität“, sagt Wolfgang Cieslik.

    STEAG hatte zwei Projektskizzen als verantwortlicher Konsortialführer beim BMWi eingereicht. Eine davon ist die zum „HydroHub-Fenne“, die andere ist der sogenannte Verstetigungsspeicher „SteadyWind“. Am Windpark im brandenburgischen Ullersdorf (43,2 Megawatt netto installierte Leistung) plant STEAG, einen Natrium-Schwefel-basierten Batteriespeicher mit einer Leistung von 13,2 Megawatt zu installieren. Dieser Stromspeicher soll bei starkem Wind Leistungsspitzen abfedern und demonstrieren, wie durch eine Verschiebung der Spitzenlast das bereits bestehende Netz effizienter ausgelastet werden kann. Mit solchen Verstetigungsspeichern könnten die Anforderungen an den bundesweiten Netzausbau deutlich verringert werden. Im ersten Schritt hat sich zwar das Projekt im saarländischen Völklingen-Fenne durchgesetzt, doch STEAG wird auch das Projekt „SteadyWind“ weiterverfolgen.