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  • KSBG schließt Finanzierung erfolgreich ab

    Anteilseigner verlängern Kreditvertrag für STEAG-Kauf bis zum Jahr 2023

    Seit 2014 ist die Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG (KSBG) 100-prozentige Anteilseignerin der STEAG GmbH. Das Konsortium, dessen Gesellschafter die Stadtwerke der sechs Ruhrgebietsstädte Dortmund, Bochum, Dinslaken, Duisburg, Essen und Oberhausen sind, hatte das Essener Energieunternehmen für 1,2 Milliarden Euro von der Evonik Industries AG erworben. Der Kaufpreis wurde überwiegend durch Kredite finanziert. Für die bestehende Fremdkapitalaufnahme wurde nun eine Anschlussfinanzierung vereinbart.

    Die KSBG schloss mit einem Banken-Konsortium bestehend aus 15 Geldinstituten jetzt einen neuen Kreditvertrag in Höhe von 353 Millionen Euro ab. Dieses neue Bankendarlehen löst mit sofortiger Wirkung die auslaufende Finanzierung ab, die das Stadtwerke-Konsortium 2014 zum vollständigen Erwerb des Energieunternehmens vereinbart hatte. Vor fünf Jahren hatte sich die KSBG aber nicht nur bei Banken Geld geliehen, sondern auch direkt bei der STEAG GmbH ein sogenanntes Aufwärtsdarlehen in Höhe von 150 Millionen Euro aufgenommen. Im Zuge der Anschlussfinanzierung hat die KSBG zur Tilgung dieses Darlehens 33 Millionen Euro an das Unternehmen zurückgeführt.

    Die sechs Gesellschafter beziehungsweise die hinter ihr stehenden Ruhrgebietskommunen unterstützen die Anschlussfinanzierung durch ein Gesellschafterdarlehen an die KSBG in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro. Das gesamte Finanzierungspaket hat eine vereinbarte Laufzeit bis 2023. „Mit dieser Kombination aus Bankenkrediten, Aufwärtsdarlehen und den Darlehen der Gesellschafter haben wir eine optimale Finanzierungslösung gefunden“, sagt Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KSBG. „Die Gesellschafter bezeugen ihre Verantwortung für den STEAG-Konzern, zugleich stärken wir KSBG und STEAG finanziell. Die Bereitschaft sowohl aufseiten der Banken als auch aufseiten der Gesellschafter belegt das Vertrauen in die Geschäftsstrategie der STEAG als eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland, das die Energiewende aktiv mitgestaltet.“

    Unabhängig von der nun gesicherten Anschlussfinanzierung ist das Stadtwerke-Konsortium offen für Partnerschaften und wird Überlegungen zur Aufnahme neuer Gesellschafter anstellen. Sollten diese Vorstellungen konkret umgesetzt werden, kann auch entschieden werden, welche der bisherigen Gesellschafter innerhalb der KSBG verbleiben werden. Mit einem finalen Abschluss des gesamten Verfahrens ist nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.