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  • STEAG erfüllt die Erwartungen

    45 Millionen Euro Gewinnabführung an kommunale Gesellschafter / Positiver Ausblick auf laufendes Geschäftsjahr

    Für die Gesellschafter der STEAG GmbH hat sich die Beteiligung am Essener Energieunternehmen erneut ausgezahlt: STEAG führt für das Geschäftsjahr 2018 insgesamt 45 Millionen Euro Gewinn an ihre alleinige Gesellschafterin, die Kommunale Beteiligungsgesellschaft KSBG, ab. Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 160 Millionen Euro hat STEAG außerdem die zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres ausgegebene Ergebnisprognose deutlich übertroffen. Im Mittelpunkt des Jahrespressegesprächs in der Unternehmenszentrale in Essen stand aber nicht der Blick auf das zurückliegende Jahr, sondern der Ausblick auf die Zukunft. Mit konkreten Investitionsvorhaben im näheren Umkreis der STEAG-Zentrale machte Joachim Rumstadt, der Vorsitzende der Geschäftsführung, deutlich, wie Energiewende im Ruhrgebiet, sozusagen vor der Haustür, funktioniert.

    • In Herne baut STEAG gemeinsam mit dem Partner Siemens voraussichtlich ab diesem Sommer für ein Investment in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe eines der effizientesten und klimafreundlichsten Gas-und-Dampf-Kraftwerke Europas.
    • In Gelsenkirchen-Scholven wird STEAG den Mineralölkonzern BP an einem der größten Raffineriestandorte Europas mit Prozessdampf versorgen. STEAG wird dort als Generalunternehmer zwei neue Dampfzentralen errichten und nach ihrer Fertigstellung an den neuen Kunden übergeben.
    • Im Essener Stadteil Bredeney hat STEAG Anfang April den Betrieb der Energiezentrale für die ehemalige Karstadt-Zentrale und eines angrenzenden Büroparks übernommen. Dort wird das Energieunternehmen in den nächsten 30 Jahren für die Wärme- und Kälteversorgung von insgesamt 120.000 Quadratmetern Bürofläche sorgen.
    • In Bottrop plant STEAG mit dem Stahlkonzern Arcelor-Mittal den Bau eines Kokereigaskraftwerks, das Strom und Prozessdampf für die dortige Kokerei produziert.
    • In Gladbeck kann STEAG nach der kürzlich erteilten behördlichen Genehmigung auf der Mottbruchhalde eine leistungsfähige Windkraftanlage errichten, die rechnerisch 3.500 Haushalte pro Jahr mit Strom versorgt.

    „STEAG trägt mit diesen Projekten konkret dazu bei, den schwierigen Transformationsprozess der Energiewende zu bewältigen“, sagte Joachim Rumstadt vor den Vertretern der lokalen und überregionalen Presse. „Denn unsere Strategie bildet die Anforderungen der Zukunft ab.“

    Mit dem Transformationsprogramm „STEAG 2022“ hat sich das Unternehmen frühzeitig auf die Energiewende und den Ausstieg aus der Kohleverstromung eingestellt. Das auf die drei Handlungsfelder ,Effizienzen heben, Portfolio optimieren und neue Wachstumsfelder besetzen ausgerichtete Programm hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut positiv ausgewirkt: Die von der STEAG-Geschäftsführung bereits 2016 eingeleiteten Maßnahmen führten im Geschäftsjahr 2018 zu einer Ergebnisverbesserung von 107 Millionen Euro. Das Marktumfeld war dennoch insbesondere im Inland herausfordernd. So sank der Konzernumsatz 2018 aufgrund der insgesamt geringeren Beschäftigung der Steinkohlekraftwerke der STEAG und als Folge der endgültigen Stilllegung von drei Kraftwerksblöcken im Vorjahr von 3,6 Milliarden auf 2,9 Milliarden Euro.

    Das Auslandsgeschäft der STEAG - unter anderem mit Kraftwerken in Kolumbien, der Türkei und auf den Philippinen – entwickelte sich dagegen positiv. Der Auslandsanteil am EBIT des Konzerns erhöhte sich 2018 von 48 auf 57 Prozent. Die hohe Bedeutung des Auslandsgeschäfts erkennen auch die kommunalen Eigentümer an: „Die Energiemärkte im Ausland bieten erhebliches Potenzial. STEAG nutzt konsequent die Chancen, die die ausländischen Märkte bieten und schöpft mit ihrer Kompetenz die dortigen Ergebnispotenziale aus“, sagte Guntram Pehlke, Aufsichtsratsvorsitzender der STEAG GmbH und zugleich Vorstandsvorsitzender der DSW21. Die DSW21 ist mit 36 Prozent mittelbar einer der größten Anteilseigner an dem Energieunternehmen. Neben DSW21 sind die Stadtwerke der Ruhrgebietsstädte Bochum, Dinslaken, Duisburg, Essen und Oberhausen über die KSBG Anteilseigner der STEAG.

    Der Unternehmensbereich Dezentrale Anlagen und Erneuerbare Energien hat substantiell zum guten Ergebnis beigetragen: STEAG verfügt über 200 eigene dezentrale Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren und thermischen Quellen in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, Rumänien und der Türkei, die mit einer Gesamtleistung von rund 800 Megawatt 2018 insgesamt rund 30 Prozent zum EBIT des Konzerns beigetragen haben.

    Der das Jahrespressegespräch abschließende Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr fiel insgesamt positiv aus: „Für das gesamte Geschäftsjahr erwarten wir einen Umsatzanstieg auf 3,1 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns planen wir ein Plus gegenüber Vorjahr von 20 bis 25 Prozent“, so der STEAG-Chef. Auch bei den Investitionen wird das Energieunternehmen in 2019 zulegen: Eingeplant sind dafür 230 Millionen Euro, rund ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dementsprechend zuversichtlich fiel das Fazit von Joachim Rumstadt aus: „Sie sehen: STEAG hat gute Perspektiven.“