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    STEAG treibt regenerative Projekte voran

    Jüngst gab es gleich bei einer ganzen Reihe von Projekten erfreuliche Fortschrittsmeldungen zu verzeichnen, die zusammengenommen dokumentieren, dass STEAG einen guten Teil der Wegstrecke hin zur grundlegenden Neuausrichtung auf neue Geschäfts- und Wachstumsfelder bereits erfolgreich hinter sich gebracht hat.

    Gleich mehrfach konnte STEAG in Sachen Photovoltaik Vollzug melden: Die Würzburger PV-Tochter STEAG Solar Energy Solutions (SENS) hatt neben einem Projekt in Osteuropa auch zwei Flächen-PV-Anlagen für das Aachener Stadtwerkekonsortium Trianel realisiert: Der rund 15 Kilometer nordöstlich von Trier gelegene Solarparkt Schleich zählt nicht ganz 20.000 Solarmodule, und verfügt für die Netzanbindung seiner rund 8 Megawatt (MWp) über ein eigenes Umspannwerk. Pro Jahr speist die Anlage fast 9 Millionen Kilowattstunden (kWh) Grünstrom ins Netz ein - genug, um mehr als 2.000 Haushalte ganzjährig mit klimaschonender Energie zu versorgen.

    Ähnlich groß ist die neue PV-Anlage, die SENS ebenfalls für Trianel im sachsen-anhaltinischen Möckern gebaut hat: Der Solarpark Lübars kommt mit mehr als 17.500 Solarmodulen auf eine Gesamtleistung von nicht ganz 8 MWp, erzeugt knapp 8,8 Millionen kWh pro Jahr und macht eine bisher mit militärischen Altlasten belastete, ehemalige Übungsfläche der sowjetischen Roten Armee für klimaschonende Energeierzeugung nutzbar. Durch die Nutzung als Flächen-PV-Standort hat der von Munitionsrückständen befreite Boden nun die Chance, in den kommenden 20 bis 30 Jahren zu regenerieren und dann als nährstoffreicher Ackerboden genutzt zu werden. So gehen bei diesem Projekt Klima- und Bodenschutz Hand in Hand.

    Solarparks in Ungarn entwickelt

    Solartochter STEAG Solar Energy Solutions (SENS) vermeldete jüngst den erfolgreichen Abschluss eines PV-Projekts in Ungarn. Dort hatte SENS gemeinsam mit einem strategischen Partner Anlagen mit einer Gesamtleistung von 65 Megawatt (MWp) geplant, gebaut und ans Netz angeschlossen. Für Investor Green Source GmbH wird SENS die Anlagen auch weiterhin betreiben und warten.

    Die erwartete Erzeugungsleistung der Anlagen liegt bei rund 78.000 Kilowattstunden (kWh). Würde die gleiche Menge Strom konventionell erzeugt, fielen jährlich rund 40.000 Tonnen CO2-Emissionen an, die dank der neuen Solarparks nun dauerhaft vermieden werden.

    Für die SENS war das erfolgreiche Projekt in Ungarn aber nur der Auftakt für weiteres Engagement in Ost- und vor allem Südosteuropa. Dabei hat die Würzburger STEAG-Tochter vor allem Rumänien und Griechenland im Blick, wo Investitionen in Photovoltaik aufgrund der im Vergleich zu Deutschland höheren Zahl an Sonnenstunden pro Jahr besonders attraktiv sind.

    130 Solarparks mit zusammen 65 MW Leistung entstanden jüngst in Ungarn. Weitere PV-Projekte in Ost- und Südosteuropa sind in Planung.

    Windrad auf der Mottbruchhalde vor der Fertigstellung

    Der Bau des Windrads auf der Gladbecker Mottbruchhalde ist mit Blick auf die technische Dimension des Projekts eigentlich keine große Sache. Dennoch steht auch dieses Projekt beispielhaft für den Wandel von STEAG, während es zugleich auch eine der wichtigsten Tugenden des Konzerns unterstreicht: Beharrlichkeit!

    „Wir waren stets von unserem Projekt überzeugt und haben daher nie aufgesteckt, auch wenn es oft ein zähes Ringen war.“

    Dr. Markus Laukamp, Geschäftsführer der STEAG New Energies GmbH.

    Denn mit einer Zeitspanne von einem Jahrzehnt von der Idee über die Planung bis zum Bau und schließlich der Inbetriebnahme, die für diesen Herbst vorgesehen ist, hat das Projekt mehr Zeit und Energie in Anspruch genommen, als viele vergleichbare Vorhaben. „Aber wir waren stets von unserem Projekt überzeugt und haben daher nicht aufgesteckt, auch wenn es oft ein zähes Ringen war“ sagt Dr. Markus Laukamp, Geschäftsführer der STEAG New Energies.

    Mit der Fertigstellung der Anlage setzt STEAG darauf, dass auch die Akzeptanz des Projekts vor Ort in Gladbeck steigen wird, nachdem es gerade im politischen Raum lange Vorbehalte gegen das Windrad gab. „Es wird nur dann gelingen, die Energiewende zum Erfolg zu führen, wenn regenerative Erzeugung auch verbrauchsnah stattfindet. Insofern ist es ein Gebot der Vernunft, die rar gesäten guten Windstandorte, die es in der Region Ruhrgebiet gibt, auch zu nutzen“, so Markus Laukamp.

    Fernwärmeausbau schreitet voran

    STEAG treibt an Ruhr und Saar den Aus- und Umbau der ressourcenschonenden und umweltverträglichen Fernwärmeversorgung voran.

    In Essen quert das Fernwärmenetz nun erstmalig die innerstädtisch verlaufende Autobahn A52. Dafür wurde ein Teilstück der Autobahn, auf dem die Fahrbahndecke gerade ohnehin komplett erneuert wird, Ende Juli für ein Wochenende voll gesperrt. Es folgten in rekordverdächtigem Tempo der Aushub eines Rohrgrabens, die Verlegung der beiden 35 Meter langen Leerrohre, in die später die Fernwärmeleitungen eingeschoben werden, und die Verfüllung des Rohrgrabens sowie schließlich die Erneuerung der Straßendecke.

    In Gladbeck wird derzeit ein neues Windrad montiert: Die Anlage mit 3,5 MW Leistung produziert pro Jahr rund 10 Millionen kWh Grünstrom - genug, um rechnerisch nicht ganz 3.000 Haushalte ganzjährig mit Strom zu versorgen.

    „Der Austausch und die Abstimmung mit den Kollegen von der Autobahn GmbH war ausgezeichnet. So ist es gelungen, die Fernwärmebaumaßnahme und die Straßenerneuerung zeitlich und planerisch bestmöglich in Einklang zu bringen sowie die Auswirkungen auf den Verkehr in einem vertretbaren Rahmen zu halten“, sagt Georg Röttgers, der bei STEAG Fernwärme die Projektleitung der Maßnahme innehat.

    Mit der Baumaßnahme setzt die STEAG Fernwärme Essen den Ausbau der klimafreundlichen Fernwärmeversorgung in Essen fort. „Die Querung der A52 ist ein wichtiger Schritt, um weitere Stadtteile an das Fernwärmenetz anschließen zu können“, sagt Dr. Peter Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG. Als gemeinsame Gesellschafter der STEAG Fernwärme Essen leisteten Stadtwerke Essen und STEAG damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung von CO2-Emissionen und zum Erreichen der lokalen Klimaziele.

    Wasserstoffprojekte schreiten voran

    Ebenfalls voran geht es an Ruhr und Saar für zwei Projekte von STEAG zur Erzeugung grünen Wasserstoffs.

    Für das saarländische Vorhaben am Kraftwerksstandort Völklingen-Fenne durfte sich STEAG gemeinsam mit den Partnern des Gasnetzbetreibers Creos Deutschland, der SHS – Stahl-Holding-Saar sowie Anlagenbauer Siemens Energy über einen ersten Erfolg im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium durchgeführten Auswahlverfahrens für eine IPCEI-Förderung freuen.

    Mit einem Kran wurden die beiden 35 Meter langen Rohre in den ausgeschachteten Rohrgraben eingehoben. Damit hat das Essener Fernwärmenetz erstmalig die Autobahn A52 gequert - die Voraussetzung künftig weitere Stadtteile an die umweltschonende Fernwärme anzuschließen. 

    Der grenzüberschreitende Wasserstoff-Projektverbund hat damit gute Chancen, eine Förderung als „Important Project of Common European Interest“ zu erhalten.

    Ähnlich verhält es sich im nordrhein-westfälischen Duisburg-Walsum: Dort plant STEAG gemeinsam mit thyssenkrupp Steel Europe und Uhde Chlorine Engineers eine leistungsstarke Wasserelektrolyse von bis zu 500 Megawatt – sie soll künftig das thyssenkrupp-Stahlwerk im nahegelegenen Duisburg-Bruckhausen mit grünem Wasserstoff versorgen und so mit dazu beitragen, den Stahl- und Industriestandort Duisburg langfristig zu erhalten.

    „Wir sind auf unserem Weg bereits ein gutes Stück vorangekommen und wollen auch künftig entschlossen weiter vorangehen.“

    Dr. Ralf Schiele, Geschäftsführer der STEAG GmbH für die BEreiche Markt und Technik.

    Zusammengenommen ergeben all diese Einzelthemen das Bild eines Konzerns, der sich in vielfältiger Weise auf den Weg gemacht hat, zu neuen energiewirtschaftlichen Ufern aufzubrechen. „Ohne Frage sind wir damit noch nicht am Ziel angelangt. Aber wir sind auf unserem Weg bereits ein gutes Stück vorangekommen und wollen auch künftig entschlossen weiter vorangehen“, so Dr. Ralf Schiele, der in der STEAG-Geschäftsführung die Bereiche Markt und Technik verantwortet.