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  • Interview zum geplanten Deal zwischen E.ON und RWE

    Drei Fragen an … Joachim Rumstadt zum geplanten Deal zwischen E.ON und RWE

    Die Energiebranche ist in Bewegung. Wie tiefgreifend die Veränderungsprozesse sind, wurde erst Mitte März deutlich. E.ON und RWE, zwei Schwergewichte auf dem Energiesektor, teilen ihre Geschäftsfelder neu auf. Welche Auswirkungen das auf den nationalen Markt hat, beleuchtet STEAG NEWS mit drei Fragen an Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH.

    Herr Rumstadt, was bedeutet die Transaktion zwischen E.ON und RWE insbesondere für STEAG?

    Die Kräfteverhältnisse auf dem deutschen Energiemarkt verschieben sich: E.ON konzentriert sich auf den Betrieb von Stromverteilernetzen sowie das Endkundengeschäft. RWE dagegen fokussiert sich in Zukunft auf die Energieerzeugung auf thermischer und erneuerbarer Basis. Wir sehen darin auch eine Bestätigung unserer Strategie und fühlen uns ermutigt, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

    Wie sieht dieser Weg aus?

    STEAG ist ein technologieoffener Betreiber von Energieerzeugungsanlagen jeglicher Art – von thermischen Großkraftwerken bis zur dezentralen Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energie. Wir haben außerdem eine bedeutende Marktstellung in der Kraft-Wärme-Kopplung und in der Reststoffverwertung. STEAG steht seit über 80 Jahren für Versorgungssicherheit, und dieses Know-how vermarkten wir erfolgreich.

    Der Aktienmarkt reagiert sehr positiv auf die Pläne von E.ON und RWE. Kann STEAG von dem neuerlichen Interesse der Investoren profitieren?

    Die Transaktion zwischen den beiden Energiekonzernen bringt Bewegung in den Markt. Wir erleben gerade die nächste Stufe der Konsolidierung. Die neue Dynamik in der Energiebranche bedeutet für STEAG eine Chance, unsere Eigenkapitalbasis deutlich zu stärken. Damit können wir weitere interessante Projekte in Angriff nehmen und zusätzliche Werte auch für unsere Anteilseigner schaffen.

    Vielen Dank für das Gespräch, Herr Rumstadt.