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STEAG verkauft Minderheitsbeteiligung an der Tochter STEAG Fernwärme an MEAG

Der neue Partner aus der Versicherungsbranche ermöglicht STEAG Fernwärme schnelleres Wachstum

Essen. Das Essener Energieunternehmen STEAG verkauft im Zuge seines aktiven Portfoliomanagements einen Anteil von 49 Prozent an der STEAG Fernwärme GmbH an die MEAG, den zentralen Vermögensmanager der Versicherer Munich Re und ERGO. Einen entsprechenden Vertrag haben die Parteien am 23.10.2017 unterzeichnet. Die Transaktion, die rückwirkend zum 01.01.2017 wirksam wird, steht unter dem Vorbehalt der Freigabe der zuständigen Kartellbehörde, die für Ende des Jahres erwartet wird. Über den Kaufpreis haben beide Partner Stillschweigen vereinbart.

Dem Verkauf des Minderheitsanteils an der STEAG Fernwärme war ein offener, transparenter und kompetitiver Bieterprozess vorausgegangen, in dem sich die MEAG als erfolgreiche Bieterin durchsetzen konnte. „Die vergangenen Monate waren für unser Verhandlungsteam sehr intensiv. Mit dem Ausgang der Transaktion sind wir aber durchweg zufrieden, zumal wir mit der MEAG einen verlässlichen und namhaften Partner gefunden haben, der die Herausforderungen im leitungsgebundenen Infrastrukturbereich kennt“, sagte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH. „Gemeinsam mit der MEAG werden wir unsere Wachstumsziele im Fernwärmegeschäft nun schneller erreichen.“

Die MEAG ist durch die Verwaltung von Beteiligungen, beispielsweise an den Netzbetreibern Amprion und Open Grid Europe, mit den speziellen Anforderungen im Infrastruktur- und Energiesektor bestens vertraut. Mit der Beteiligung an der STEAG Fernwärme ergänzt die MEAG das Engagement im Netzund Versorgungsbereich. „Die Beteiligung an der STEAG Fernwärme diversifiziert die Beteiligungen im Strom- und Gasnetzbereich weiter. Wir freuen uns, ein solides und gut aufgestelltes Geschäft in unser Portfolio aufzunehmen“, sagt Holger Kerzel, Geschäftsführer der MEAG.

STEAG Fernwärme betreibt mit rund 170 Mitarbeitern ein circa 660 km langes Fernwärmenetz in den Ruhrgebietsstädten Essen, Bottrop und Gelsenkirchen. Die benötigte Wärme wird überwiegend aus dem STEAG-Kraftwerk am Standort Herne bezogen. Rechnerisch reicht die gelieferte Wärmemenge für die Versorgung von 300.000 Wohnungen. Die Wärmeversorgung wird über acht Spitzenlastheizkraftwerke in den Ortsgebieten abgesichert.

Dem erfolgreichen Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der STEAG Fernwärme waren zwei kleinere Transaktionen vorausgegangen: der Verkauf des STEAG-Fernwärmenetzes in Bonn an die Stadtwerke Bonn Ende September und der Verkauf von Anteilen an der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH an die Stadtwerke Dinslaken vor wenigen Tagen.