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STEAG und Hitachi schließen Vergleich

Essen. Der Streit zwischen der STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH (SEK) und dem japanischen Hitachi-Konzern ist endgültig beigelegt. In einem Vergleich einigten sich die SEK, deren Gesellschafter der Essener Energieerzeuger STEAG GmbH sowie der österreichische Energieversorger EVN AG sind, und der Kraftwerksbauer außergerichtlich. Damit ziehen SEK und Hitachi einen Schlussstrich unter die jahrelangen Verfahren. Über die Details des Vergleichs vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.

Ein erstes Schiedsverfahren war im Jahr 2016 im Wesentlichen gerichtlich entschieden worden. Nach dem Urteil fanden die Parteien aber wieder zueinander und einigten sich zunächst über die hier verbliebenen Themen außergerichtlich. Dies gelang im Anschluss auch über die Inhalte des im Jahr 2015 angestrengten zweiten Schiedsverfahrens. „Für uns war entscheidend, dass wir mit unserem Partner konstruktive technische Lösungen finden konnten. So konnten wir das zweite Verfahren beilegen. Der jetzt getroffene Vergleich ist für beide Seiten akzeptabel“, sagt Joachim Rumstadt, der Vorsitzende der Geschäftsführung der STEAG GmbH. Das zuständige Schiedsgericht wurde über die Beendigung des Verfahrens bereits informiert. Hitachi zog seinerseits eine Klage gegen die STEAG GmbH vor dem Landgericht in Essen zurück.

Seit dem Jahr 2015 führte die SEK dieses zweite Schiedsverfahren. Unabhängig davon entwickelten die Parteien gemeinsam technische Ansätze zur Optimierung der Anlage, die nun auch umgesetzt werden. Walsum 10 ist mit einer elektrischen Bruttoleistung von 790 MW eines der effizientesten Steinkohlekraftwerke Europas.

 

Bildunterschrift:

Walsum 10 ist mit einer elektrischen Bruttoleistung von 790 MW eines der effizientesten Steinkohlekraftwerke Europas.