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  • Biene da? Ja.

    Ein Bienenhotel auf dem Balkon, Wildblumen im Garten oder der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel: Immer mehr Menschen leisten bei sich zu Hause einen Beitrag gegen das Bienen- und Insektensterben – Sebastian Dechêne von der STEAG-Tochter Krantz tut sogar noch ein bisschen mehr.

    Vier Bienenvölker sind es, die der Hobbyimker zur Zeit auf einer Bauernwiese ein Stück außerhalb von Aachen betreut, ein Freund der Familie hat das Grundstück zur Verfügung gestellt. Und wie es sich für einen deutschen Diplom-Ingenieur gehört, macht er seine Sache ziemlich gründlich.

    "Eine Ausbildung zum Imker habe ich nicht gemacht. Nach und nach korrigiert man einfach die auftretenden Fehler in der Betriebsweise" erzählt er - und muss über seine Formulierung selbst schmunzeln. Schon den Start ins Imkerleben ist er strukturiert angegangen: Im Internet hat er sich einen Jahreskalender inklusive To-Do Liste für die über das Jahr verteilten Arbeitsschritte besorgt, dazu jede Menge Literatur gelesen.

    "Ansonsten hilft einem der örtliche Imkerverein. Von dem bekommt man meistens das erste Volk geschenkt und ein Pate kommt alle paar Wochen vorbei und gibt wertvolle Tipps." berichtet Dechêne.

    Mittlerweile ist die Betreuung seiner Völker fast schon Routine: Im Sommer schaut er alle neun Tage nach, ob alles in Ordnung ist, öffnet die Kisten und kontrolliert, ob die Königin noch da ist. Ab dem Herbst muss - und kann - er gar nichts mehr für seine Bienen tun. Die bilden dann einfach eine Wintertraube, um sich für die kalten Monate gegenseitig zu wärmen.

    Vorher entnimmt er natürlich noch den letzten Honig, auf 150 Kilogramm oder 200 bis 300 Gläser kommt er in guten Jahren. Die verkauft und verschenkt er im Unternehmen, "das ist ein schöner Anknüpfungspunkt, wenn man neue Kollegen kennenlernt. Da hat man für die Frühstückspause immer ein Thema." lacht Dechêne, der im Auslandsvertrieb Ansprechpartner für technische Fragen aus über 40 Ländern ist und so mit seinem außergewöhnlichen Hobby gleich zweifach etwas Gutes tut: für die Umwelt - und sein Umfeld direkt mit.