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    Stellvertretende Abteilungsleiterin Kraftwerkstechnik

    Claudia Dalton ist stellvertretende Abteilungsleiterin der Kraftwerkstechnik der STEAG Energy Services. Trotz ihrer Projektarbeit schafft sie es, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.

    Zur Person
    Claudia Dalton (44) hat bei STEAG ihre Diplomarbeit geschrieben. Inzwischen ist sie die stellvertretende Abteilungsleiterin in der Abteilung Kraftwerkstechnik.

    Wann sind Sie zu STEAG gekommen und wie war Ihr Werdegang im Unternehmen? 
    Zum Ende meines Studiums der Verfahrenstechnik im Jahr 2001 habe ich ein Unternehmen für die Erstellung der Diplomarbeit gesucht. Als Essener Kind war mir STEAG als interessanter Arbeitgeber bekannt und so habe ich mit Begeisterung im Bereich der Wassertechnik die entsprechende Arbeit erstellt. Im Anschluss hat es mich dennoch zu einem Hersteller gezogen, um die vielfältigen Berufsfelder eines Ingenieurs im Rahmen eines Trainee-Programms näher kennenlernen zu können. Ende 2002 habe ich endgültig beim Ingenieurdienstleister SES im Bereich ET als Projektingenieurin ein berufliches Zuhause gefunden. Dem Bereich bin ich seitdem in wechselnden Positionen treu. Seit 2010 bin ich stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Kraftwerkstechnik und nehme diese Funktion seit der Geburt meines Sohnes in Teilzeit war.

    Was sind die Aufgaben, die tagtäglich in Ihrem Beruf anfallen?
    Zu 80 bis 90 Prozent meiner Zeit bin ich operativ in einem Planungs- und Bauprojekt bei einem externen Kunden tätig. In dieser Tätigkeit geht es sowohl um Projektmanagement als auch um Detailengineering für den Bau einer GuD-Anlage. Die restlichen 10 bis 20 Prozent widme ich sowohl Personalführungsaufgaben als auch administrativen Tätigkeiten.

    Sie arbeiten als Frau in einem Ingenieursberuf mit leitender Funktion. Da gibt es bestimmt die eine oder andere Hürde, mit der Sie umgehen müssen. Haben Sie Tipps? 

    Seitens STEAG konnte ich bisher keine genderkausalen Hürden oder „Glasdecken” erkennen. Größte Hürde und problematisch für unseren Bereich ist die Vereinbarkeit von Teilzeit mit der Projektarbeit sowie die Beschleunigung in der Kommunikation durch moderne Medien. Hier ist beispielsweise der Termindruck von SES nur bedingt beeinflussbar; im Gegenteil: Dritte bestimmen den Arbeitsalltag. Auch die tägliche Arbeitszeit bei Auswärtsterminen steht oft im Gegensatz zu Betreuungszeiten von Schule oder Kita. Wir haben uns durch ein Au-pair verstärkt, um davon unabhängig zu sein.

    Wie erleben Sie die STEAG-Familie? 
    Familie hat für mich einen sehr großen Stellenwert. Insofern bin ich sehr froh, dass sich das Kollegium tatsächlich wie eine große Familie anfühlt. Die Zusammenarbeit ist über die Bereiche hinaus sehr gut. Besonders beeindruckt hat mich immer die Schlagfertigkeit: Durch die Unternehmensgröße haben wir für (fast) alles einen passenden Experten. Dennoch sind wir aber kompakt genug, um schnell den Richtigen „an der Strippe” zu haben.

    Wo holen Sie sich privat Energie her? 
    An erster Stelle steht hier meiner Familie. Nur wenn es ihr gut geht, kann ich mich auf meine Arbeit konzentrieren. Darüber hinaus genieße ich Spaziergänge und Sport in der Natur. Letztlich pflege ich zum Ausgleich zu meinem männerlastigen Job einige Frauennetzwerke, die mir sehr wichtig sind. Ich kann daran sehr gut spiegeln, welche Vorteile mein Job hat oder wo und wie unser Unternehmen vielleicht auch von anderen Branchen lernen kann. Letztlich helfen mir diese Freundschaften meine innere Einstellung zu Job, Stress und Familie kontinuierlich auf den Prüfstand zu stellen.