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STEAG übernimmt zweite Abfallverbrennungsanlage von Vattenfall

Vertrags-‚Closing‘ für IKW Rüdersdorf vollzogen // Mitarbeiter werden übernommen

Essen. Mit dem heute in Berlin vollzogenen ‚Closing‘ übernimmt STEAG wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2017 vom Energieversorger Vattenfall alle Geschäftsanteile am Industriekraftwerk Rüdersdorf (IKW Rüdersdorf), süd-östlich von Berlin. Alle Mitarbeiter werden in den STEAG-Konzern übernommen. Das IKW Rüdersdorf ist die zweite Anlage, die von Vattenfall auf STEAG übergegangen ist. Bereits im Januar hat STEAG die Thermische Abfallbehandlung Lauta (T. A. Lauta) in Sachsen übernommen. Über die Kaufsumme haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Für STEAG ist die thermische Verwertung von Abfällen und Sonderbrennstoffen ein vertrautes Geschäftsfeld. Bereits seit der Inbetriebnahme der T. A. Lauta hielt STEAG 25,1 Prozent der Anteile (jetzt 100 Prozent) und betreibt außerdem das Raffineriekraftwerk Leuna, das aus Produktionsrückständen der Raffinerie Strom und Wärme erzeugt. „STEAG ist Spezialist in der Erzeugung von Strom und Wärme auf Basis anspruchsvoller Brennstoffe und Technologien. Wir haben eine jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb von Kraftwerken, in der Optimierung und in der Entsorgung von Kraftwerksreststoffen“, erläutert Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH. „Mit dem Erwerb dieser Anlagen gelingt es uns einerseits unser Portfolio durch zusätzliche grundlastfähige Erzeugungskapazitäten zu ergänzen. Damit erhöhen wir den konzernweiten Anteil CO2-freier Strom- und Wärmeproduktion in unserem Portfolio. Andererseits weiten wir durch den strategischen Markteintritt unsere Geschäftsaktivitäten im Waste-to-Energy-Markt aus.“

Alle Aktivitäten rund um den Müllverbrennungsmarkt werden künftig in einem neuen Tochterunternehmen, der STEAG Waste to Energy GmbH, gebündelt. Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind Dr. Christian Hower-Knobloch und Susanne Pietsch, beides Führungskräfte der STEAG GmbH.

 

Bildunterschrift: Die IKW Rüdersorf ist die zweite Anlage, die von Vattenfall auf STEAG übergegangen ist.