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STEAG Energy Services plant Kraftwerksmodernisierung in Montenegro

Rauchgasreinigung auf neuestem technischen Stand

Essen. Das Braunkohlekraftwerk Pljevlja, etwa fünf Kilometer südwestlich der gleichnamigen Stadt nahe der serbischen Grenze gelegen, soll umfassend modernisiert werden. Der Umbau wird erheblich dazu beitragen, die Luftqualität im industriellen Zentrum Montenegros zu verbessern. Planen wird das ökologische Projekt die STEAG Energy Services (SES). In einer internationalen Ausschreibung hat sich das Know-how aus Deutschland durchgesetzt.

Eine der zentralen Aufgaben ist die Rauchgasreinigung, speziell die Reduzierung schwefelhaltiger Substanzen und von Stickoxiden. Neue DeSOx- und DeNOx-Systeme werden installiert. Darüber hinaus geht es um die Optimierung der bestehenden Elektrofilter, der Abwasseranlage und die Sanierung des Kühlturms. An diesem muss unter anderem Asbest entfernt werden. Zur gründlichen Modernisierung gehören auch eine Reihe von Lärmschutzmaßnahmen. Gleichzeitig soll das Kraftwerk so ausgelegt werden, dass es Fernwärme auskoppeln kann.

Der Auftrag in Höhe von rund 670.000 Euro umfasst außerdem eine Umweltverträglichkeitsstudie, die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und das Klären von Bieterfragen.

Gestern ist der Vertrag in Montenegro unterschrieben worden. Neben Vertretern der beiden beteiligten Unternehmen waren auch die montenegrinische Wirtschaftsministerin, Dragica Sekulić, der Finanzminister Darko Radunović und der Minister für nachhaltige Entwicklung und Tourismus, Pavle Radulović, anwesend.

Die Modernisierung des Kraftwerks ist eines der wichtigsten energiepolitischen Projekte in Montenegro. Das unterstreicht Igor Noveljić, CEO der EPCG, anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Mit der STEAG Energy Services haben wir ein renommiertes Unternehmen beauftragt, den Umbau des Kraftwerks so zu planen, dass er nach den neuesten technischen Standards durchgeführt wird. Dadurch ist ein stabiler und sicherer Betrieb in den folgenden Jahrzehnten gewährleistet.“ „Ich freue mich, dass wir hier in Montenegro mit unsere Expertise einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können“, unterstreicht SES-Geschäftsführer Ulrich Sigel bei der Vertragsunterzeichnung.