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NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besucht Industriepark Dorsten/Marl

STEAG und die Kommunen Dorsten und Marl präsentieren bespielhafte Standortentwicklung

 

Essen. Beispielhaft – diese Einordnung findet sich durchgehend, wird über den Industriepark Dorsten/Marl gesprochen: Beispielhaft die Initiative der STEAG GmbH, beispielhaft die Kooperation der Städte Marl und Dorsten, beispielhaft die Komplettvermarktung. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) besuchte heute den Industriepark und informierte sich ausführlich über die arbeitsmarktpolitischen Impulse, die von dem gut 70 Hektar großen Areal ausgehen und positiv auf das nördliche Ruhrgebiet wirken.

„Der Industriepark Dorsten/Marl steht vorbildlich dafür, wie Städte im Ruhrgebiet mit dem Strukturwandel umgehen können: interkommunal, pragmatisch und mit Innovationsgeist“, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. „Besonders erfreulich ist, dass sich im Industriepark auch innovative junge Unternehmen angesiedelt haben, die den Wert guter Arbeit zu schätzen wissen und ihre Mitarbeiter fair und tarifgebunden entlohnen. Insbesondere die Entwicklung von Industriearbeitsplätzen ist in der Emscher-Lippe-Region von großer Bedeutung.“

Das Spektrum an Firmen und Branchen, die mittlerweile in dem Industriegebiet angesiedelt sind, ist breit: vom Autoreifen-Recycler bis zum Mineralwasser-Produzenten, vom Füllwerk für Industriegase bis zum Logistikzentrum. „Ein gesunder Mix von Branchen, der dieses Industriegebiet besonders krisenfest macht“, sagte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, im Rahmen der Besichtigung der Kaffeerösterei Tempelmann. Noch bis in die 1980er-Jahre hinein war auf dem Gelände, dessen Größe knapp 100 Fußballfeldern entspricht, ein Kraftwerksneubau geplant. Doch das absehbare Ende des Ruhrbergbaus sorgte für eine Umorientierung bei dem Essener Energieunternehmen.

Gemeinsam mit den Kommunen Dorsten und Marl gründete STEAG eine Projektgesellschaft, die erfolgreich interkommunale Wirtschaftsförderung betrieb: Im Jahr 2000 gab es den interkommunalen Bebauungsplan für das attraktive Gebiet zwischen B225, A52 und Wesel-Datteln-Kanal. Bis 2005 dauerte dann die Erschließung des Industriegebietes, die mit Bundes- und Landesmitteln gefördert wurde. Und seit 2016 ist das Areal vollvermarktet.

Insgesamt lotste die Projektgesellschaft 20 Firmen auf das Gelände zwischen Dorsten und Marl. Die Unternehmen investierten rund 230 Millionen Euro und schufen mehr als 1.500 Arbeitsplätze. „Rechnet man Zulieferer und Dienstleister hinzu, kommen wir auf einen Arbeitsmarkteffekt von rund 2.000 Stellen“, sagte Klaus Langenberg, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Industriepark Dorsten/Marl. Auch beim Arbeitsplatzangebot wirkt der Branchenmix überaus positiv, denn in den unterschiedlich strukturierten Unternehmen werden alle Qualifikationsniveaus nachgefragt.

Bild 1: (v. l.) Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, Karl-Josef Laumann, NRW Arbeitsminister, Tobias Stockhoff, Bürgermeister der Stadt Dorsten, und Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, beim Ortstermin im Industriepark Dorsten/Marl. Das Industrie-Areal ist vollvermarktet und gilt als gutes Beispiel für gelungenen Strukturwandel im nördlichen Ruhrgebiet. Foto: Udo Geisler 

Bild 2: Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) besucht Industriepark Dorsten/Marl. Er wird Joachim Rumstadt (r.), Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH, begrüßt. Foto: Udo Geisler