‚Tolle Kiste‘ für klimafreundlichen Strom

Ausreichend Energie jederzeit zur Verfügung – in Entwicklungsländern, insbesondere in ländlichen Regionen, nicht selbstverständlich. STEAG hat eine Lösung geschaffen: eine containerbasierte Hybrid-Photovoltaikanlage, die zuverlässig bis zu 24 Stunden Strom liefert.

Er ist gerade einmal sechs Meter lang, 2,45 Meter breit und hat 33 Kubikmeter Rauminhalt. Aber dieser 20-Fuß-Überseecontainer hat es in sich: Mit auf dem Dach montierten Photovoltaik-Paneelen lassen sich 4 bis 8 Kilowatt Peak erzeugen. Durch Batterien ergänzt, können so selbst an einem netzfernen Standort zuverlässig bis zu 24 Stunden am Tag Strom geliefert werden.

Entwickelt haben diese ‚tolle Kiste‘ die Ingenieure der STEAG Energy Services (SES). Seit den 1990er-Jahren ist das STEAG-Tochterunternehmen in Indien aktiv. „Mehr als 1,3 Milliarden Menschen und ein starkes Wirtschaftswachstum führen hier zu einer enormen Nachfrage bei Waren, Dienstleistungen und Rohstoffen“, sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung, STEAG. „Die Entwicklung der Infrastruktur, insbesondere der Zugang zu Elektrizität in ländlichen Regionen, ist eine große Herausforderung. Das können wir mit unserer Container- Lösung unterstützen.“

„Mit dieser solarbasierten Plug-and-Play- Option können wir primäre Gesundheits zentren und Kühlräume einrichten, die an entlegenen Orten benötigt werden.“

Dr. Ajay Mathur, Generaldirektor von TERI

Im Fokus steht die Versorgung in den ärmeren ländlichen Regionen Indiens, wo Dörfer in der Regel zu weit vom nationalen Stromnetz entfernt sind. Die STEAG-Container ermöglichen eine klimafreundliche Stromerzeugung auch in entlegensten Gebieten, ohne dass Kosten für eine Netzanbindung entstehen.

Die in Indien gefertigten Container werden mitsamt Anbauteilen an ihren jeweiligen Bestimmungsort geliefert; dabei dient der Container als Transportbehälter. Vor Ort wird die stählerne Kiste auf eine vorbereitete Plattform gestellt, geerdet und die beiliegenden Solarmodule werden montiert. Nach Endmontage stehen im Inneren des Containers rund 8,5 Quadratmeter Freifläche zur flexiblen Nutzung zur Verfügung.

„Die Entwicklung der Infrastruktur, insbesondere der Zugang zu Elektrizität in ländlichen Regionen, ist eine große Herausforderung. Das können wir mit unserer Container-Lösung unterstützen.“

Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung, STEAG

Vermarktet wird diese Innovation von STEAG gemeinsam mit der indischen Non-Profit-Organisation ‚The Energy and Resources Institute (TERI)‘ in Indien und Ländern Afrikas. „Mit dieser solarbasierten Plug-and-Play-Option können wir primäre Gesundheitszentren und Kühlräume einrichten, die an entlegenen Orten benötigt werden“, sagt Dr. Ajay Mathur, Generaldirektor von TERI.

Der erste Container ist im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh im Einsatz. In der Stadt Gorakhpur versorgt die Photovoltaikanlage ein Projekt der Nichtregierungsorganisation URJA Energy zuverlässig mit Strom. URJA setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen und die Förderung der Gesundheit von Frauen ein. In Gorakhpur stellen Frauen in einer kleinen Produktion Hygieneartikel her. Bislang haben Stromausfälle die Arbeit stark beeinträchtigt. Der STEAG-Container sorgt nun für eine kontinuierliche Stromversorgung.