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  • STEAG hat gute Zukunftsperspektiven

    Mit dem Gesetz zur Beendigung der Kohleverstromung (KVBG) geht in Deutschland nach 200 Jahren eine Epoche zu Ende – die Erzeugung von Strom und Wärme aus Kohle. STEAG hat sich neu ausgerichtet und treibt das Wachstum im Bereich Dekarbonisierung der Industrie voran.

    Seit den 1960er-Jahren erzeugt STEAG am Standort Herne Strom und Wärme mit Steinkohle- Kraftwerken.
    Die Kraftwerksblöcke 1, 2 und 3 sind mittlerweile stillgelegt, der 1989 in Betrieb genommene Block 4 allerdings ist nach wie vor in Betrieb. Auch künftig wird Herne in den Planungen von STEAG eine maßgebliche Rolle spielen: Gemeinsam mit der Siemens AG, Geschäftsbereich Power & Gas, baut STEAG derzeit das hocheffiziente Gas-und-Dampfturbinen-( GuD-)Kraftwerk Herne. Geplant ist eine elektrische Leistung von 600 Megawatt (MW), mit der gleichzeitig im Kraft-Wärme-KopplungsVerfahren (KWK) erzeugten Wärmemenge von 400 MW kann die STEAG-Fernwärmetochter rund 250.000 Wohnungen in den Städten Gelsenkirchen, Essen und Bottrop mit umweltschonend erzeugter Wärmeenergie beliefern. Mit einem Gesamtnutzungsgrad des eingesetzten Brennstoffs von 85 Prozent wird das GuD-Kraftwerk Herne eine der effizientesten KWK-Anlagen der Welt sein. Sie soll bis Ende 2022 im kommerziellen Dauerbetrieb sein und dann perspektivisch Block 4 ersetzen.

    Mehr als zwei Jahre wurde um den Ausstieg aus der Kohleverstromung gerungen: Experten gehört, Fachausschüsse einbezogen und die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung einberufen. Auch Joachim Rumstadt war im Rahmen der Gesetzesberatung vom Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie um seine Expertise gebeten worden. Doch seit dem 3. Juli gibt es kein Zurück mehr. „Der politische und gesellschaftliche Wille, bis Ende 2038 die Kohleverstromung in Deutschland zu beenden, ist nun mit einem Gesetz geregelt“, sagt der Vorsitzende der STEAG-Geschäftsführung nach der Verabschiedung des KVBG.

    Im Unterschied zu den Betreibern von Braunkohlekraftwerken, die mit hohen Entschädigungen abgefunden werden, garantiert die Bundesregierung Energieerzeugern wie STEAG, die Strom und Wärme in Steinkohlekraftwerken produzieren, mit dem KVBG keine Planungssicherheit. Dies gilt ausgerechnet für die modernsten und effizientesten Anlagen. „Es ist zu kritisieren, dass die Entscheidung über das weitere Schicksal dieser Kraftwerke, die erst nach dem Jahr 2010 ans Netz gegangen sind, vertagt wurde, ohne klare Regelungen zu treffen, an die auch künftige Regierungen gebunden wären“, konstatiert Joachim Rumstadt.

    „Es ist zu kritisieren, dass die Entscheidung über das weitere Schicksal dieser Kraftwerke, die erst nach dem Jahr 2010 ans Netz gegangen sind, vertagt wurde, ohne klare Regelungen zu treffen, an die auch künftige Regierungen gebunden wären.“

    Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung, STEAG GmbH

    Immerhin beinhaltet das neue Gesetz eine verstärkte Förderung für die Umstellung von Steinkohlekraftwerken, die bislang nicht allein Strom, sondern im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auch Fernwärme produzieren – den sogenannten Kohleersatzbonus. Der ist für STEAG als größtes Fernwärme-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen mit einer jährlichen Wärmelieferung von 2,3 Milliarden Kilowattstunden durchaus von Bedeutung. „Der Kohleersatzbonus, mit dem die Umstellung eines bisherigen Steinkohlekraftwerks auf andere, CO-ärmere Energieträger wie beispielsweise Erdgas gefördert werden soll, ist eindeutig positiv zu bewerten“, so der STEAG-Chef.

    Der Kohleausstieg in Deutschland war absehbar, deshalb hat das STEAG-Management das Erzeugungs- und Dienstleistungsportfolio des Unternehmens bereits vor geraumer Zeit neu ausgerichtet. Diese Bemühungen setzt STEAG aktuell mit hoher Intensität fort, um wettbewerbsfähige Lösungen für die Energiemärkte der Zukunft auszugestalten: klimafreundliche, dezentrale Nah- und Fernwärme auf Basis erneuerbarer Energien, Bau und Betrieb großflächiger Solarenergieanlagen, Batteriespeicher, Windenergieanlagen im Inund Ausland sowie Investitionen in flexible, hocheffiziente und erdgasbasierte Strom- und Wärmeerzeugung – all das ist STEAG bereits heute.

    „Unsere Aufgabe ist es, den unumkehrbaren Ausstiegsprozess aus der Steinkohleverstromung zu organisieren“, resümiert Joachim Rumstadt. „Das gehen wir entschlossen an. Auch ohne unsere Steinkohlekraftwerke in Deutschland hat STEAG gute Zukunftsperspektiven.“