• DE
  • Serie: Energiefakten
    Der Elektrolyseur

    Die künstliche Erzeugung von Wasserstoff ist keine neue Technik; sie reicht zurück bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert. Seitdem wurden die Methoden effizienter und leistungsstärker. Grüner Wasserstoff wird heute per Elektrolyse hergestellt, wobei der dafür eingesetzte Strom aus regenerativen (Energie-)Quellen wie Wind und Sonne stammt. Daher bleibt er bilanziell frei von CO2-Emissionen. Aber wie funktioniert die Wasserelektrolyse eigentlich genau?

    So funktioniert ein Elektrolyseur:

    Als Ausgangsstoff der Wasserstoffelektrolyse dient reines Wasser, das mittels elektrischer Energie in seine Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Die beiden Komponenten können anschließend vielfach energiewirtschaftlich genutzt werden: Wasserstoff und Sauerstoff werden zum Beispiel in der Industrie benötigt, wo sie direkt in Herstellungsprozessen verwendet werden können. Der gewonnene Wasserstoff kann aber auch in Gasnetze eingespeist werden oder öffentliche Wasserstofftankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge versorgen. Die bei der Elektrolyse anfallende Wärme kann beispielsweise in Fernwärmenetze eingespeist werden. Außerdem lässt sich mit Wasserstoff natürlich auch wieder Strom erzeugen.

    Wasserstoff: Der Bedarf steigt

    Prognostizierte Wasserstoffnachfrage in Deutschland nach Sektoren in Terawatttunden pro Jahr

    Geplante Reduzierung der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um

                                            2030 2040 2050
      55% 80% 95%
    Verkehr 48 175 219
    Gebäude 146 161 169
    Industrie (als Brennstoff) 131 137 150
    Industrie (as Rohstoff) 9 63 105
    Insgesamt 334 536 643