05.10.2011STEAG beschließt Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

  • Fünf-Punkte-Programm folgt auf intensive Analyse unter Einbeziehung von Betriebsräten und Führungskräften aus Kraftwerken und Verwaltung
  • Eckpunkte des Programms: Verbreiterung und Optimierung der Vermarktung / Optimierung der Kraftwerke und Standorte / Verwaltungsfunktionen und -prozesse straffen / Entwicklung neuer Geschäftsaktivitäten / Zukunft sichern durch Flexibilität
  • Status September 2011: Bis 2013 Abbau von rund 200 Stellen in Verwaltungen und Kraftwerken geplant
  • Entscheidung über den Auslaufbetrieb von Kraftwerksblöcken erst ab 2012: Abhängig von der Situation auf dem Energiemarkt und der erreichten Fortschritte des Programms Abbau weiterer rund 400 Stellen möglich
  • Sozialverträglichkeit aller Maßnahmen ist das gemeinsame Ziel von Geschäftsführung und Konzernbetriebsrat; Abschluss einer Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausschließt, ist beabsichtigt

  • Essen - Die STEAG GmbH hat ein Fünf-Punkte-Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beschlossen. Im Rahmen des Programms bezieht STEAG verstärkt neue Großkunden und Stromhändler bei der Vermarktung ein und entwickelt neue Geschäftsaktivitäten wie Dienstleistungsangebote im Bereich Instandhaltung für Dritte; STEAG intensiviert zudem die Aktivitäten bei Stadtwerken - schon heute arbeitet das Unternehmen mit über 100 kommunalen Versorgern zusammen - und plant bei den erneuerbaren Energien höhere Investitionen, wie z.B. in Windparks in der Türkei. Teil des Programms ist auch die Optimierung des Kraftwerksbetriebs, beispielsweise durch eine weitere Automatisierung. Für ältere Blöcke von Kohlekraftwerken stellt sich das Unternehmen auf einen Auslaufbetrieb ein - mit diesem ist jedoch nicht vor 2015 zu rechnen. In den Verwaltungen an Ruhr und Saar werden die Prozesse gestrafft und bis 2013 insgesamt mehr als 20 Millionen EUR pro Jahr eingespart. Auch die verstärkte Flexibilisierung von Projekten wird verfolgt, zum Beispiel durch Minderheitsbeteiligungen oder den Fokus auf die Projektentwicklungsphase, außerdem erarbeitet STEAG flexiblere Arbeitszeitmodelle.

    Stellenabbau schmerzlich, aber notwendig

    „Seit März 2011 haben wir unter Einbeziehung von Betriebsräten und Führungskräften aus allen Bereichen die Situation der inländischen Kraftwerke und der Verwaltung vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds analysiert“, sagte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung von STEAG. „STEAG steht vor großen Aufgaben und wir stellen uns diesen. Unser Fünf-Punkte- Programm ist anspruchsvoll. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Verbreiterung unserer Marktbasis. Wir planen mit dem Abbau von Stellen in Verwaltungen und Kraftwerken an Ruhr und Saar auch schmerzliche, jedoch notwendige Entscheidungen – dabei ist es das gemeinsame Ziel von Geschäftsführung und Konzernbetriebsrat, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten. Geschäftsführung und Konzernbetriebsrat beabsichtigen zeitnah den Abschluss einer Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausschließt.“

    STEAG plant, bis Ende 2013 insgesamt rund 200 Stellen abzubauen, etwa die Hälfte davon in den Verwaltungen an Ruhr und Saar. Dafür hat die Geschäftsführung nun mit den Betriebsräten die Erarbeitung eines Personalkonzepts begonnen, das bis zum Frühjahr 2012 vorliegen soll. Erst ab dem kommenden Jahr 2012 steht die Entscheidung an, ob das Unternehmen den Auslaufbetrieb für die älteren Steinkohlekraftwerksblöcke Herne 3, Lünen sowie West 1 und 2 in Voerde umsetzen muss. Dies hätte aus heutiger Sicht einen zusätzlichen Abbau von rund 400 Stellen zur Folge. Eine Entscheidung hinsichtlich dieser Stellen wird abhängig sein zum einen von der Situation auf dem Energiemarkt, zum anderen von den Fortschritten des STEAG-Programms. „Wir arbeiten intensiv daran, den Arbeitsplatzabbau mit einer Neuausrichtung des Unternehmens und auch mit flexibleren Arbeitszeitmodellen teilweise zu vermeiden“, betont Joachim Rumstadt.

    Schwieriges Marktumfeld

    Die Marktsituation fordert STEAG in einem bisher nicht da gewesenen Maße heraus: der schnelle Anstieg und die vorrangige Stromeinspeisung von Windkraftwerken und Photovoltaikanlagen, signifikante Steigerungen bei den Kohlepreisen, die ab 2013 bevorstehende Vollauktionierung der CO2-Zertifikate und die vor diesem Hintergrund nicht verlängerten Verträge des STEAG-Großkunden RWE tragen dazu bei. „Für STEAG sind die Entwicklungen nicht nur leichte Marktanpassungen, sondern fundamentale Veränderungen. Die STEAG-Geschäftsführung ist der Überzeugung, dass das Unternehmen die Herausforderungen gemeinsam bewältigen wird – mit unserer erfahrenen Mannschaft und unserem neuen Hauptanteilseigner, dem Stadtwerkekonsortium KSBG, als vertrauensvollen und starken Partner“, sagte Joachim Rumstadt.


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Ansprechpartner

Reglindis Pfeiffer
STEAG GmbH
Leitung Pressestelle /
Konzernpressesprecherin
+49 201 801-4253
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