
Das Steinkohlekraftwerk in Iskenderun/Türkei ist nicht nur die größte Investition in der Geschichte der STEAG GmbH, sondern gleichzeitig auch die bislang größte Auslandsinvestition in der Türkei.
Von den 1,5 Mrd. US-Dollar hat STEAG GmbH rund ein Viertel aus eigenen Mitteln finanziert. Weitere 75% wurden von einem Bankenkonsortium bereitgestellt, angeführt von der KfW, der Dresdner Bank und der WestLB. Für die Absicherung des investierten Kapitals und der Kredite der Banken wurden Staatsgarantien der Bundesrepublik Deutschland sowie Kreditversicherungen der Länder Deutschland, Österreich und Südafrika zur Verfügung gestellt.
Grundlage des Projektes ist ein Stromliefervertrag über 16 Jahre mit dem staatlichen türkischen Energieversorgungsunternehmen TETAS. Die Zahlungen sind durch eine türkische Staatsgarantie abgesichert. Ergänzend werden Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten und Versicherungen abgeschlossen.
Mit Evonik Trading GmbH und Rheinbraun Brennstoff wurde ein Liefervertrag über jährlich drei Mio. t SKE Steinkohle für die gesamte Laufzeit des Stromvertrages abgeschlossen. Die Kohle wird auf dem Weltmarkt beschafft. Zwei- bis dreimal pro Monat werden Kohlelieferungen von 170.000 t und zukünftig max. 240.000 t großen Frachtern, die eine Länge von bis zu 320 m haben, über den Seeweg in die Bucht von Iskenderun verschifft. Dort wird die Kohle über eine spezielle, schwimmende Umschlagsanlage (Transshipper) auf dem Wasserweg angelandet.
| 1997 | Projektbeginn |
| 1998 | Gründung der Projektgesellschaft „Iskenderun Enerji Üretim ve Ticaret A.S.” |
| 2000 | Beginn der Bauarbeiten |
| 2003 | Aufnahme des kommerziellen Betriebs |
| 2004 | Beteiligung (49%) von Oyak (türkischer Pensionsfonds) an der Projektgesellschaft |
| Installierte Leistung | 1.320 MW |
| Nutzbare Stromabgabe | 9.076 GWh/a |